Göppingen Protest gegen Schließung von Telekom-Standort

PM 07.10.2014
Die Telekom hat den Beschäftigten bei der Vivento Customer Services GmbH (VCS) an den Standorten Göppingen/Faurndau, Offenburg und Weingarten bekanntgegeben, dass die Standorte geschlossen werden sollen.

Bundesweit soll nach derzeitiger Telekom-Planung von 15 auf fünf Standorte reduziert werden. In Baden-Württemberg soll ein neuer Standort der 100-prozentigen Telekom-Tochter in Mannheim eröffnet werden. In Göppingen wären davon nach Angaben von Verdi insgesamt 150 Beschäftigte, davon 50 Teilzeitbeschäftigte, betroffen. Joachim Reiter, für die Telekom in Baden-Württemberg zuständiger Verdi-Landesfachbereichsleiter, hält dies für nicht zumutbar: "Mannheim ist kein alternativer Beschäftigungsstandort für die Beschäftigten aus Weingarten, Göppingen und Offenburg. Wir haben an den Standorten einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten, vor allem Frauen, und auch viele schwerbehinderte Beschäftigte."

Die sozialen Härten durch die Standortschließungen seien nur minimierbar, wenn die Telekom wohnortnahe alternative Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Telekom-Unternehmensbereichen zusätzlich zu Vorruhestands- und Altersteilzeitregelungen anbiete, so Reiter. Der für die VCS zuständige Verdi-Sekretär Karl-Heinz Wahl kündigte für die kommenden Wochen Aktionen an den Standorten an: "Die Beschäftigten werden sich gegen einen Kahlschlag zur Wehr setzen und werden ihren Unmut auch deutlich zum Ausdruck bringen.

Die Beschäftigten der VCS wollen nicht dem willkürlichen Standortrotstift zum Opfer fallen, sondern fordern sozialverträgliche Antworten. Arbeitsplätze in Mannheim sind keine sozialverträgliche Alternativen." Die erste Aktion soll nach Verdi-Angaben am heutigen Dienstag am bedrohten VCS-Standort in Faurndau, Salamanderstraße 31, stattfinden. Die Beschäftigten wollen dort um zwölf Uhr in einer ersten Mittagspausenaktion gegen die Pläne demonstrieren.