Göppingen Prof. Dr. Ulrich Müller verstorben

Prof. Ulrich Müller bei der Verleihung des wissenschaftlichen Stauferpreises vor zwei Jahren im Göppinger Landratsamt.
Prof. Ulrich Müller bei der Verleihung des wissenschaftlichen Stauferpreises vor zwei Jahren im Göppinger Landratsamt. © Foto: Privat
Göppingen / PM 18.10.2012
Der gebürtige Göppinger Prof. Dr. Ulrich Müller ist am Sonntag überraschend in seiner Heimat im österreichischen Salzburg gestorben. Müller zählte international zum Kreis der besten Kenner der mittelhochdeutschen Literatur sowie der Überlieferung und Tradition des Nibelungenliedes.
Von 1976 an war er bis zum Eintritt in den Ruhestand Professor für Deutsche Literatur des Mittelalters an der Universität Salzburg. Für sein wissenschaftliches Werk wurde Müller mehrfach geehrt, unter anderem erhielt er 1984 den Grimme-Preis und im November 2005 wurde ihm in Göppingen in einer öffentlichen Feierstunde in der Stadthalle der bedeutendste Kulturpreis der Stadt, der Schickhardt-Preis, übergeben.

Dabei wurde neben seinen wissenschaftlichen Leistungen auch gewürdigt, dass Ulrich Müller stets den Kontakt zu seiner Geburtsstadt gehalten und die Arbeit der historischen Vereinigungen gefördert hat. So war Müller von Beginn an Mitglied im Kuratorium der Stauferstiftung Göppingen, ebenso Mitglied und gern gehörter Vortragender bei der Gesellschaft für Staufische Geschichte und Mitbegründer und seit 1968 Mitherausgeber der Göppinger Arbeiten zur Germanistik mit bisher über 700 veröffentlichten Bänden.

Im November wollte er wieder in Göppingen sein, um die 25. Staufertage und den Festakt der Stauferstiftung Göppingen zu besuchen. Beim letzten Festakt zur Verleihung des wissenschaftlichen Stauferpreises im November 2010 hatte Prof. Müller die ehrenvolle Aufgabe übernommen, im Hohenstaufensaal des Landratsamts die Laudatio auf den Preisträger und Nibelungenlied-Forscher Prof. Joachim Heinzle zu halten.
 
 
 
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