Kreis Göppingen Positive Bilanz zum "Tag des Notrufs"

Bei den Einsätzen des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis zählt oft jede Minute. Foto: Hedrich GmbH
Bei den Einsätzen des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis zählt oft jede Minute. Foto: Hedrich GmbH
SWP 07.02.2012
Der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes rückte 2011 täglich mehr als 82 Mal aus. Über den Notruf 112 kann die medizinische Hilfe in ganz Europa gerufen werden - am Samstag ist "Tag des Notrufs".

Es ist erneut eine beachtliche Zahl: Genau 30 208 Einsätze verzeichnete der DRK-Rettungsdienst im vergangenen Jahr. Die Mitarbeiter waren rund um die Uhr im Einsatz und eilten im ganzen Landkreis verletzten und kranken Menschen zu Hilfe. Anlässlich des europaweiten "Tag des Notrufs" am 11. Februar verweist der DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber auf die Bilanz des Rettungsdienstes. Rettungseinsätze, Krankentransporte und die Alarmierungen der Notärzte zusammen gerechnet, waren es 2011 im Durchschnitt mehr als 82 Einsätze pro Tag. Die Mitarbeiter legten insgesamt 629 284 Kilometer zurück. "Es sind beeindruckende Zahlen", sagt Sparhuber. Die hohe Zahl der Einsätze spreche für die große Bedeutung des Rettungsdienstes, ergänzt Rettungsdienstleiter Matthias Fink. Mit regelmäßigen Fortbildungen bleiben die Rettungskräfte auf dem neuesten Wissensstand, über das Qualitätsmanagementsystem wird die Arbeit des Rettungsdienstes ständig überprüft und optimiert.

Wie bereits in den Vorjahren entfiel 2011 der Großteil der Einsätze auf internistische Notfälle (85 Prozent), zu denen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolie zählen. Es folgten Unfälle (13 Prozent) und an dritter Stelle weitere sonstige Notfälle (2 Prozent) wie etwa Vergiftungen. Die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle Göppingen, die vom Roten Kreuz, dem Landkreis und der Stadt Göppingen gemeinsam betrieben wird, schickten die Rettungskräfte 9505 Mal los, um in akuten Notfällen zu Hilfe zu eilen - das war täglich mehr als 26 Mal. In 5047 Fällen mussten zusätzlich die Notärzte der Göppinger Klinik am Eichert und der Geislinger Helfenstein-Klinik alarmiert werden - ihre Arbeit wird bei besonders schweren Verletzungen und Erkrankungen der Patienten erforderlich. Die Notärzte im Landkreis hatten damit 13,8 Einsätze pro Tag. Die Zahl der Krankentransporte stieg von 15 538 im Jahr 2010 auf 15 656. Dazu zählen Patientenfahrten von den Landkreis-Kliniken in andere Krankenhäuser, in ein Altenheim, zu Ärzten oder nach Hause. Die Einsatzleiter, die bei größeren Einsätzen die Koordinierung der Rettungskräfte übernehmen, waren 2011 insgesamt 44 Mal im Einsatz. Auch bei Explosionen, Unfällen mit Chemikalien und Schießereien koordinierten sie die medizinischen Einsätze. In den meisten Fällen wurde Hilfe über die Notrufnummer 112 gerufen.

Info Der 11. Februar ist europaweit der "Tag des Notrufs": In allen EU-Staaten kann die Nummer 112 kostenlos angerufen werden - vom Festnetz und vom Mobiltelefon.