Göppingen Poker um Schuler: Fonds bringen sich in Stellung

Göppingen / SU 16.06.2012

Beim Göppinger Pressenbauer Schuler mischt auch ein amerikanischer Hedgefonds mit: Der Finanzinvestor Paul E. Singer kontrolliert mit seinem Fonds Elliott International und anderen Beteiligungsfirmen inzwischen 5,57 Prozent an dem Unternehmen. Das geht aus mehreren Pflichtmitteilungen hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Das Aktienpaket ist rund 33 Millionen Euro wert. Der österreichische Andritz-Konzern mit Sitz in Graz bietet 20 Euro je Schuler-Aktie. Bisher sind 63,5 Prozent der Anteile in der Hand der Käufer - die kartellrechtlichen Behörden müssen dem Deal allerdings noch zustimmen.

Elliott ist bekannt für seine Strategie, bei Übernahmekandidaten einzusteigen und auf ein höheres Angebot zu spekulieren. Damit ist auch beim Schuler-Übernahmepoker zu rechnen. Nach Medienberichten hatte sich der Finanzinvestor auch beim Kranbauer Demag Cranes und dem Notebook-Hersteller Medion engagiert.

"Über die Stimmrechtsmitteilungen hinaus liegen uns keine weiteren Informationen vor", sagte gestern Schuler-Sprecher Ingo Schnaitmann. Eine offizielle Stellungnahme von Aufsichtsrat und Vorstand der Schuler AG wird es erst geben, sobald die Übernahmeunterlagen der Österreicher vorliegen. Ende Mai hatte die Familie Schuler-Voith, bis dahin Hauptgesellschafterin, ihr 38,5-Prozent-Anteilspaket an Andritz abgegeben.

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