Kirche Pfarrer-Wechsel in Sankt Maria und Christkönig

Geht nach dreieinhalb Jahren: Pfarrer Markus Rometsch.
Geht nach dreieinhalb Jahren: Pfarrer Markus Rometsch. © Foto: Annerose Fischer Bucher
Göppingen / Annerose Fischer-Bucher 15.06.2018
Der katholische Pfarrer Markus Rometsch verlässt nach drei Jahren die Gemeinde – die Gerüchteküche brodelt.

Er hat in Sankt Maria und Christkönig, zu denen auch Hohenstaufen und Bartenbach gehören, etwa 6500 katholische Gemeindemitglieder betreut. „Ich bin gerne hier gewesen“, sagt Pfarrer Markus Rometsch und zählt eine Vielzahl von Tätigkeiten auf, die ihm Freude gemacht hätten. Trotzdem hat er sich auf eine neue Stelle beworben, die er nun in Rudersberg und Welzheim antritt. Mit dem Abschlussgottesdienst am 22. Juli verabschiedet er sich offiziell.

 Die Gerüchteküche brodelt. Fragt man Gemeindemitglieder, so halten sich manche zurück und geben keine Auskunft. Gemeindemitglied Dorothea Torretta jedoch äußert sich und sagt, sie habe mehrfach hinter vorgehaltener Hand gehört, dass dem Pfarrer Knüppel zwischen die Beine geworfen worden seien. „Für unsere ganze Familie ist es schade, dass er geht. Er war einer, zu dem man mit allem kommen konnte.“

 Pastoral-Referentin Sonja Schmid-Richardson, die im September in die Klinik am Eichert und nach Bad Überkingen wechselt, bedauert den Weggang von Pfarrer Rometsch sehr. „Er war ein super Seelsorger und ein Mensch mit großem Herzen.“ Sie habe in einem vertrauensvollen Verhältnis gut mit ihm zusammenarbeiten können.

 Pfarrer Rometsch indes äußert sich nicht zu den Gründen, warum er bereits nach dreieinhalb Jahren die Kirchengemeinde verlässt, wo er sich ein städtisches Umfeld vorgestellt habe. Er spricht nur über die Aufgaben, die ihn erfüllt hätten. Er habe gerne Gottesdienst gefeiert und sich über den regen Kirchenbesuch gefreut. Die Jugendarbeit etwa mit den Ministranten und Firmlingen sei ihm wichtig gewesen. In der international geprägten Gemeinde sei durch gelingende Integration ein wenig Weltkirche spürbar gewesen so wie beim Pfingstereignis in vielen Sprachen. Menschen in ihrer Trauer zu begleiten und Taufen und Hochzeiten zu feiern, habe ihn erfüllt. Besonders wichtig waren ihm auch die ökumenischen Kontakte wie beispielsweise die gemeinsamen Gottesdienste beim Maientag. Es sei für ihn eine Ehre gewesen, beim Reformationsfest in der Stadtkirche einen Teil der Predigt übernehmen zu dürfen und sie zusammen mit dem evangelischen Dekan Rolf Ulmer zu halten.

 Die Arbeit in den Gremien wie beispielsweise im Kirchengemeinderat und als Vorsitzender des Gesamtkirchengemeinderats und die Zusammenarbeit mit Kollegen und pastoralen Mitarbeitern habe ihm Freude gemacht. Als Leiter des Pastoral-Teams hat er mit Diakon Norbert Köngeter, mit Pastoral-Referentin Schmid-Richardson und mit Kirchenmusiker Martin Böhm zusammengearbeitet. Köngeter sagt zum Weggang von Pfarrer Rometsch: „Wir haben in weiten Teilen gut zusammengearbeitet. Er ist ein guter Seelsorger.“ Dekan Martin Ehrler spricht davon, dass das Dekanat einen „sehr guten  und engagierten Seelsorger“ verliere. „Wie sind ihm sehr dankbar für seine vielfältigen Dienste und für seine Mitarbeit im Dekanat. Gleichzeitig sind wir sehr zufrieden, dass die Stelle mit Pfarrer Stefan Pappelau so schnell wieder besetzt werden konnte.“