Kreis Göppingen Patienten nicht alleine lassen

Fördern den sozialen Dienst bei der AOK: Pressesprecher Markus Baur, Kundencenter-Leiter Martin Bronni, die Leiterin des Sozialen Dienstes, Doris Mauthe, der stellvertretende Geschäftsführer Thomas Schneider, Kewal Lekha vom Diabetikerbund Göppingen und Geschäftsbereichsleiter Wolfgang Kaller (v.l.). Foto: Giacinto Carlucci
Fördern den sozialen Dienst bei der AOK: Pressesprecher Markus Baur, Kundencenter-Leiter Martin Bronni, die Leiterin des Sozialen Dienstes, Doris Mauthe, der stellvertretende Geschäftsführer Thomas Schneider, Kewal Lekha vom Diabetikerbund Göppingen und Geschäftsbereichsleiter Wolfgang Kaller (v.l.). Foto: Giacinto Carlucci
Kreis Göppingen / RÜDIGER GRAMSCH 01.02.2012
Immer mehr Menschen leiden an langwierigen Erkrankungen. Da sind nicht nur Ärzte gefragt, sondern auch die Mitarbeiter vom sozialen Dienst der AOK.

Menschen, die unter einer schweren und langwierigen Erkrankung leiden, brauchen nicht nur eine gute ärztliche Versorgung, sondern auch eine Beratung, die auf das jeweilige Lebensumfeld des Patienten abgestimmt ist. Die zwölf Mitarbeiter vom sozialen Dienst der AOK Neckar-Fils nehmen sich solcher Menschen an. Gut 2000 Versicherte aus den Landkreisen Göppingen und Esslingen werden im Jahr von ihnen betreut.

"Wir wollen die Patienten bei der Bewältigung aller im Zusammenhang mit schweren Krankheiten auftretenden Fragen helfen", sagt Doris Mauthe, Leiterin des Kompetenzzentrums Sozialer Dienst der AOK in Esslingen. Vorrangig sind es Menschen mit Krebs-, Sucht-, und psychischen Erkrankungen oder mit Behinderungen, die den sozialen Dienst der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Oft leiden die Menschen auch unter Problemen am Arbeitsplatz, benötigen beispielsweise eine berufliche Wiedereingliederung. Auch wenn es um eine medizinische oder berufliche Rehabilitation geht, sind die Kollegen von Doris Mauthe, die an fünf Standorten im Geschäftsgebiet der Krankenkasse verteilt sind - darunter auch drei Mitarbeiter in Göppingen - gefragt. Informiert wird über eine qualifizierte Pflegeberatung, über Raucherentwöhnung, es gibt Tipps für Menschen mit Adipositas, mit einer Brustkreberkrankung oder für Eltern, für die ein Training mit ADHS-auffälligen Kindern organisiert wird. Stets ist den Sozialpädagogen der AOK dabei wichtig, dass sie bei ihren Beratungen mit einer Reihe von Kooperationspartnern zusammenarbeiten können. Da zählen Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte ebenso dazu, wie Rentenversicherung, Arbeitgeber und Betriebsärzte, Pflegestützpunkte, kommunale Suchtbeauftragte und -beratungsstellen, sowie der sozialpsychiatrische Verbund.

Ein wichtiger Partner sind auch die zahlreichen Selbsthilfegruppen, deren Angebote die AOK-Berater gerne in Anspruch nehmen, um Patienten auch das Gefühl des Gutaufgehobenseins zu vermitteln. Hier zollt der stellvertretende AOK-Geschäftsführer Thomas Schneider zum Beispiel dem Göppinger Diabetikerbund ein Lob. Mit ihm würde die Kasse nicht nur ausgezeichnet kooperieren, sondern dank der engagierten Gruppenleitung könne auch den Ratsuchenden fachlich-kompetent weitergeholfen werden. Dies sei bei zahlreichen anderen Selbsthilfegruppen ebenso der Fall, weshalb sowohl deren gesetzliche Förderung, sowie deren individuelle Unterstützung durch die Kassen richtig sei.

Die AOK Neckar-Fils unterstützt die 220 Selbsthilfegruppen im Geschäftsgebiet - 74 allein im Kreis Göppingen - mit gut 90 000 Euro im Jahr, berichtet der AOK-Geschäftsbereichsleiter Wolfgang Kaller.

Info Kontakt zum sozialen Dienst der AOK in Göppingen: Ulrich Dammenmiller, Rosenstraße 22 in Göppingen, Telefon: (07161) 203-432, E-Mail: Ulrich.Dammenmiller@bw.aok.de