Göppingen Osterbotschaft schenkt Hoffnung Christen feiern Auferstehung Jesu Christi

Die Besucher des Familiengottesdienstes in der Süßener Ulrichskirche hören der Ostergeschichte zu. Foto: Staufenpress
Die Besucher des Familiengottesdienstes in der Süßener Ulrichskirche hören der Ostergeschichte zu. Foto: Staufenpress
Göppingen / SWP 10.04.2012
Gläubige sollen durch Jesu Auferstehung Zuversicht schöpfen. Christen im Kreis erinnerten sich an diese Botschaft in den Gottesdiensten.

Das Entzünden des Osterfeuers war bei allen Osternachtsfeiern des evangelischen Kirchenbezirks Göppingen ein wichtiges Element. In den Gemeinden fanden auf dem Friedhof Auferstehungsfeiern statt, die Hoffnung angesichts des Todes ausdrücken sollten. Viele Gottesdienste am Ostersonntag wurden musikalisch in besonderer Weise gestaltet. Am zweiten Osterfeiertag luden etliche Kirchengemeinden zu Familiengottesdiensten ein.

Zu einer wichtigen Tradition gehört im evangelischen Kirchenbezirk die Verbindung mit dem kamerunischen Partnerbezirk Menchum Boyo. Die Kollekte in den Ostergottesdiensten wird für die Partnerkirche zur Verfügung gestellt, und in den Gebeten, die von den Kameruner Partnern formuliert werden, wird an die Menschen im Partnerbezirk gedacht. "Das stärkt die gewachsenen Beziehungen zwischen Göppingen und Menchum Boyo und zeigt, dass die Partnerschaft auch noch nach über 30 Jahren vital ist", meint Dekan Rolf Ulmer, der 2011 selbst an einer Delegationsreise nach Kamerun teilgenommen hat.

Die Osternacht bildete im katholischen Kirchenbezirk den Höhepunkt in der Liturgie vom Ostergeschehen. Dekanatsreferent Felix Müller berichtet von sechs Taufen im Dekanat Göppingen-Geislingen. Die Taufe habe ihren Platz mitten in der Gemeinde - denn die Gemeinde sei es, die in ihren Amtsträgern das Geschehen vollziehe und damit Jesus Christus gegenwärtig mache.

Für Müller ist das Kreuz das Siegeszeichen Christi und kann gedeutet werden als "Koordinatensystem der Christen". "Die Osterbotschaft lässt unzählige Menschen täglich neu auferstehen und ein neues Leben in der Nachfolge Christi beginnen", meint Müller. Das Kreuz sei eines der einfachsten, aber inhaltsschwersten Symbole. Seitdem Christus am Kreuz gestorben und am dritten Tage auferstanden sei, bestehe die Möglichkeit, aus dem Minus ein Plus zu machen. Auf dieses "österliche Plus" weise das Kreuz hin. "Mit Ostern werde die Weltlinie von der Gotteslinie durchkreuzt, die das Minus der Horizontalen durch die Vertikale der Gotteslinie ins Positive verwandele, zu einem Plus macht und der Kreuzpunkt der beiden Linien könne als Punkt der Begegnung des Menschen mit Gott gedeutet werden.