Neue Software aus Göppingen Onlineshopping auf Facebook

Treffen der Entwickler auf der Bungalow-Veranda von Geschäftsführer Axel Burgbacher (am Laptop). Die Tüftler aus Göppingen haben eine Software kreiert, die Online-Shops und soziale Netzwerke kombiniert. Foto: privat
Treffen der Entwickler auf der Bungalow-Veranda von Geschäftsführer Axel Burgbacher (am Laptop). Die Tüftler aus Göppingen haben eine Software kreiert, die Online-Shops und soziale Netzwerke kombiniert. Foto: privat
PM 13.06.2012
Die Nutzerzahlen von Facebook, Twitter und Co. steigen rapide, zudem kaufen viele Menschen in Webshops ein. Softwaretüftler aus Göppingen haben diese beiden Trends jetzt zusammengebracht.

Der Börsengang von Facebook war in den vergangenen Wochen eines der Top-Themen, das die Nachrichten bestimmt hat. Und auch sonst vergeht kaum ein Tag, an denen die sozialen Netzwerke nicht für Gesprächsstoff sorgen. Lange schon sind Facebook & Co. den Kinderschuhen entwachsen und haben sich zu wichtigen Kommunikations- und nun auch Businessplattformen entwickelt. Auf diesen Trend setzt das Göppinger Software- und Marketingunternehmens "WeWeWe": Die Online-Marketingexperten haben sich auf die sozialen Netzwerke spezialisiert und eine neue Software entwickelt. Mit "ShopFacer" können bestehende Webshops innerhalb weniger Minuten beispielsweise mit Facebook und dessen 900 Millionen Mitgliedern verknüpft werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Seit rund 15 Jahren entwickelt Axel C. Burgbacher zusammen mit seinem Team Software sowohl für die Online- als auch für die Offline-Welt, berät die Betreiber von Webshops und konzipiert Internetauftritte. Stets ist der Diplom-Ingenieur dabei auf der Suche nach der einen großen Idee, mit der er die verschiedenen Tätigkeitsfelder des Unternehmens kombinieren kann. Die rapide steigenden Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke wie Twitter, YouTube und Facebook sowie der große Erfolg von Webshops wie Amazon und E-Bay brachten den umtriebigen Geschäftsführer dann auf den entscheidenden Gedanken.

"Wenn die Menschen immer mehr bereit sind, online einzukaufen und wenn sie sich gleichzeitig täglich auf den sozialen Netzwerken wie Facebook miteinander austauschen, dann macht es doch Sinn, diese beiden Phänomene zu kombinieren", erklärt Axel Burgbacher. "Die Idee war es nun also, eine Lösung zu entwickeln, mit der sich die Betreiber von Webshops ohne großen Aufwand ihren potenziellen Kunden in den sozialen Netzwerken präsentieren können. So stehen ihnen dann alle Vorteile von Facebook & Co. offen, ohne dass sie eine eigene Social-Media-Variante ihres Webshops programmieren lassen müssen", erklärt der Experte. Zwei Jahre Entwicklungszeit hat das Team aus Göppingen in die Software investiert, die sie auf den Namen "ShopFacer" getauft hat.

"Die Idee des sogenannten Social Commerce wurde anfangs belächelt, setzt sich aber mehr und mehr durch. Die Erklärung ist ganz einfach, denn für viele Menschen ist beispielsweise Facebook die Startseite, sobald sie mit dem Handy oder dem Computer online gehen. Information und Kommunikation finden somit für eine große Zahl an Usern in erster Linie nur noch über Facebook statt. Unternehmen, die es ihren Kunden möglichst leicht machen wollen, bei ihnen online einzukaufen, holen die User also dort ab, wo sie sind - in den sozialen Netzwerken", erläutert Burgbacher.

Neben den geringen Kosten und der einfachen Bedienung war für das Team aus Göppingen ein weiterer Aspekt bei der Entwicklung ihrer Software wichtig: die Sicherheit der Kundendaten. Da gerade Facebook immer wieder von den Verbraucherschützern wegen seines Umgangs mit den Daten der Nutzer ins Visier genommen wird, haben sich die Tüftler einen Trick einfallen lassen: In Facebook sehen die User nur ein aktuelles Schaufenster mit ausgewählten Produkten. Wenn die Kunden dann aber bestellen möchten, Kontaktdaten und Kreditkartendetails angeben, dann geschieht dies direkt in den Webshops der jeweiligen Anbieter, die meist über hohe Sicherheitsstandards verfügen, erklären die Fachleute.

Wenige Monate nach der Einführung von "ShopFacer" sind die Göppinger Onlineprofis nun dabei, die erste Version ihrer Software weiterzuentwickeln. "Der Start war prima, nun geht es darum, die Entwicklungen im Bereich E-Commerce und auf den sozialen Netzwerken immer im Auge zu behalten und die Software den Trends anzupassen, denn das Internet ist ein spannender, aber auch ein unglaublich schneller Markt."