Göppingen Oberbürgermeister Till: "Innehalten und der Opfer gedenken"

Schweigen im Gedenken an die Opfer des Fliegerangriffs von 1945: Gestern lud Göppingens Oberbürgermeister Guido Till (links) auf den Friedhof an der Hohenstaufenstraße ein, um dort gemeinsam mit Stadträten, Zeitzeugen und Angehörigen der Verstorbenen inne zu halten und an die schrecklichen Ereignisse zu erinnern. Foto: Staufenpress
Schweigen im Gedenken an die Opfer des Fliegerangriffs von 1945: Gestern lud Göppingens Oberbürgermeister Guido Till (links) auf den Friedhof an der Hohenstaufenstraße ein, um dort gemeinsam mit Stadträten, Zeitzeugen und Angehörigen der Verstorbenen inne zu halten und an die schrecklichen Ereignisse zu erinnern. Foto: Staufenpress
Göppingen / CHB 02.03.2012

"Wir sind gekommen, damit wir innehalten und derer Gedenken, die gestorben sind", sagte Göppingens Oberbürgermeister Guido Till gestern auf dem Friedhof an der Hohenstaufenstraße. Dort fanden sich mehr als 30 Bürger, darunter auch einige Göppinger Stadträte, ein, um der Opfer der Bombenangriffe zu gedenken.

Am 1. März 1945 wurde die Hohenstaufenstadt zum Ziel alliierter Fliegerbomben. 293 Mitbürger starben dabei, weil anstatt kriegswichtiger Betriebe der dicht besiedelte Göppinger Norden getroffen wurde. In den Wohngebieten ging die tödliche Fracht nieder. Der Angriff verwandelte die Fläche in ein flammendes Inferno. "Die Menschen hier in der Nordstadt waren nicht verantwortlich dafür", sagte Till. Das Kriegsereignis habe unschuldige Bürger schwer getroffen.

Auch Angehörige der Opfer und Zeitzeugen besuchten die Gedenkfeier. Gemeinsam gedachten sie bei einer Schweigeminute der Toten. OB Till legte am Denkmal einen Kranz nieder. Die Geschehnisse dürften nicht in Vergessenheit geraten. Einige Besucher unterhielten sich anschließend noch über die schrecklichen Erinnerungen, die sie bis heute begleiten.