Göppingen OB Till: "Wir zappeln jetzt nicht mehr"

Zufriedene Mienen im Göppinger Rathaus nach der Unterzeichnung des Vertrags für das Einklaufszentrum in der Bleichstraße: Im Vordergrund sind Oberbürgermeister Guido Till und Investor Simon Schenavsky zu sehen. Foto: Staufenpress
Zufriedene Mienen im Göppinger Rathaus nach der Unterzeichnung des Vertrags für das Einklaufszentrum in der Bleichstraße: Im Vordergrund sind Oberbürgermeister Guido Till und Investor Simon Schenavsky zu sehen. Foto: Staufenpress
Göppingen / PM/HEL 25.04.2012
Bis 2015 soll das Einkaufszentrum in der Göppinger Bleichstraße fertig sein. Die Stadt hat angekündigt, die Investoren nach Kräften zu unterstützen.

Die Märklin-Starterpakete mit der Aufschrift "Pro Bleichstraße" im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters hatten Symbolcharakter - und das war beabsichtigt. Mit den Unterschriften unter den städtebaulichen Vertrag, den Stadt und Investoren ausgehandelt hatten und dem der Gemeinderat mit großer Mehrheit zugestimmt hatte, werde der Bau des geplanten Einkaufszentrums in der Bleichstraße "auf das richtige Gleis gesetzt", sagte der Rathauschef. Guido Till dankte "allen Beteiligten für die verrichtete Schwerstarbeit sowie dem Gemeinderat für die richtige Standortentscheidung", sagte Till in seiner Rede.

Der Bereich Bahnhof als Standort für ein Einkaufszentrum sei zwar verlockend gewesen und hätte völlig Neues ermöglicht, wäre aber der Geschichte und Entwicklung der Stadt nicht gerecht geworden, betonte OB Till. Er sagte zu: "Wir zappeln jetzt nicht mehr, sondern unterstützen das Projekt in der Bleichstraße nach Kräften." Die Hauptlast liege nun auf den Schultern der Familie Schenavsky, die nach Tills Worten ihren guten Namen und gutes Geld einbringe, damit das Einkaufszentrums Ende 2014/Anfang 2015 eröffnet werden könne. "Mit der jetzt vorhandenen Planungssicherheit habe der örtliche Einzelhandel genügend Zeit, sich auf die künftige Situation einzustellen - eine Situation, von der die ganze Innenstadt, nicht zuletzt auf Grund der Anbindung via Apostelareal, profitieren wird", ist Till überzeugt. Wie belebend eine Investition für das Umfeld sein könne, habe sich beim Müller-Areal am Marktplatz gezeigt.

Der Unternehmer Simon Schenavsky zeigte sich mit dem jetzt Erreichten sehr zufrieden, "trotz aller Probleme, die jetzt schrittweise gelöst werden müssen". Nun gelte es, die Planungen voranzutreiben, die Bauvoranfrage einzureichen und die Befreiungen zu beantragen. Parallel dazu würden die Grundstücksgespräche weitergeführt. Bis Ende September strebt Schenavsky eine endgültige Klärung mit den Eigentümern an. Der Fassadenwettbewerb werde noch dieses Jahr konkret. Die Abbruch- und Bauaufträge müssen ebenso vorbereitet werden wie die Baustellenlogistik. "Ich bin optimistisch, was die Stärkung der Göppinger Innenstadt angeht. Nun geht es volle Kraft voran", so Schenavsky.

Nach dem Abriss des Frey-Centers soll zur Poststraße hin ein Gebäude mit einer Höhe von 16,5 Metern entstehen. Kernstück des Einkaufszentrums wird eine 60 mal 20 Meter große Halle mit Glasdach. Insgesamt entstehen 20 700 Quadratmeter Verkaufsfläche (ohne C&A), davon sind 5000 Quadratmeter neu. Damit bleibe für weitere innerstädtische Entwicklungsgebiete, so Schenavsky, genügend Spielraum.