Göppingen OB Till stellt sich hinter Schmalzl

Göppingen / PM 21.02.2012
Göppingens OB Till stellt sich hinter Regierungspräsident Johannes Schmalzl. In einem Brief an Winfried Kretschmann spricht er sich gegen eine vorzeitige Ablösung aus.

In einem persönlichen Schreiben an Ministerpräsident Winfried Kretschmann appelliert Oberbürgermeister Guido Till, zu überdenken, ob der Regierungspräsident wirklich abgelöst werden muss. Schmalzl sei seit seinem Amtsantritt im Jahr 2008 ein "hochkompetenter Partner an unserer Seite". "Er hat zu jeder Zeit ein offenes Ohr für uns, ist aber auch zugleich bis heute ein unbequemer Kritiker unserer Haushaltsführung", schreibt Till in dem Brief.

Der Regierungspräsident sei mit allen Themen und den Kommunen eng verbunden und häufig vor Ort präsent, um sich persönlich einen Eindruck verschaffen. "Er hat in einem besonderem Maße Verständnis für unsere Stadt, die gleichermaßen geprägt ist durch die Geschichte der Staufer, unserer traditionsreichen Industriegeschichte und der jüdischen Spuren", so der Göppinger OB weiter.

Till lobt in dem Brief auch Schmalzls Engagement im Bereich der Bildung. Beispielhaft nennt er den Neubau der Kindertagesstätte Seefrid und der Jugendverkehrsschule im Rahmen des so genannten Konjunkturpaketes II oder auch den Ausbau des Ganztagesangebotes an den Göppinger Schulen.

Beim Thema Verkehr sei Schmalzl immer ein wichtiger Partner gewesen. "So konnten in Göppingen mit den B10-Anschlüssen Zentrum-Ost und Zentrum-West, verbunden mit dem Ausbau der Heininger Straße beziehungsweise dem Neubau der Querspange Pfingstwasen, deutliche Entlastungen erreicht werden." Zuletzt habe sich der Regierungspräsident auch in das Lkw-Lenkungskonzept "Schurwald" persönlich eingebracht. Aktuell arbeite die Verwaltung mit dem Regierungspräsidium an einem Verkehrskonzept für Bartenbach, der Verlegung der K 1410 im Stadtbezirk Faurndau, an der geplanten Umfahrung für den Stadtbezirk Jebenhausen und der Aufwertung der Ortsmitte des Stadtbezirkes Bezgenriet.

Mit all diesen Aspekten will Till aufzeigen, wie eng die Zusammenarbeit sei. "Wir erleben es in unserer Stadt in hohem Maße als Verlust, wenn Schmalzl in den Ruhestand versetzt werden sollte", schrieb Till an den Ministerpräsidenten. Er hofft, dass Kretschmann seine Überlegungen im Interesse der Region Stuttgart und seiner Kommunen überdenkt.