Service NWZ-Telefonaktion zum Thema Fortbildung

Göppingen / Marie-Christin Zepf 01.10.2018

Das Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Landkreis Göppingen ist vielfältig. Doch häufig gibt es Unklarheiten und offene Fragen – dem sollte die jüngste NWZ-Telefonaktion entgegenwirken. Sechs Experten nahmen sich zwei Stunden lang Zeit, um Anrufern Fragen zu beantworten und sich beraten lassen. So fragte etwa ein Flüchtling aus Pakistan nach Studienmöglichkeiten. „Er hatte bereits in Pakistan seinen Bachelor gemacht und lebt seit über zwei Jahren in Deutschland. Nun möchte er hier weiter studieren“, erklärte Ulrike Goldschmitt-König vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung. Sie teilte dem jungen Mann mit, dass er sich erst darum kümmern müsse, dass sein bisheriges Studium in Deutschland anerkannt wird und dass er für ein Studium auf Deutsch auch Sprachkenntnisse auf C1-Level benötige. Ein englischsprachiges Studium sei jedoch kein Problem.

Das Expertenteam bestand außerdem aus Karin Nagel von der BBQ Berufliche Bildung gGmbH, Daniel Roedel von der VHS, Anita Groh-Allgaier von der Justus-von-Liebig-Schule, Petra Schall von der Akademie der Kaufmännischen Schule Göppingen und Nicole Schiller vom Bildungszentrum GARP.

Eine Anfrage kam über den WhatsApp-Chat. Hier wollte sich eine Frau mittleren Alters zum Thema beruflicher Wiedereinstieg beraten lassen, die nach der Familienphase und einer Scheidung wieder einen passenden Beruf finden will – am liebsten in einem Büro. „Wir haben bei der VHS den Kurs ‚geprüfte Fachkraft für Büromanagement‘, der vom Land Baden-Württemberg für über 50-Jährige zur Hälfte bezuschusst wird“, erklärte Daniel Roedel. Nachdem die Frau so lange aus dem Berufsleben raus war, könne sie hier Grundlegendes rund um Computerarbeit und Büromanagement erlernen. Auch bei der GARP gibt es ein passendes Programm für die Frau, wie Nicole Schiller weiter sagte: „Wir bieten die ‚Kaufmännische Qualifizierung für Wiedereinsteiger‘ an, die auch von der Agentur für Arbeit gefördert wird. Hier gibt es zudem ein Praktikum, was den Einstieg in ein Unternehmen erleichtern kann.“

Jeder könne sich im Internet über Fort- und Weiterbildungsangebote im Landkreis informieren. „Doch eine persönliche Beratung ersetzt das natürlich nicht, denn jeder Fall ist individuell“, sagte Daniel Roedel. Allerdings gebe es gute Internetadressen, die für die ersten Schritte weiterhelfen. Roedel empfiehlt die Seiten www.Fortbildung-im-Stauferland.de und www.Fortbildung-bw.de.

Marie-Christin Zepf

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