Göppingen Notfallseelsorge: Offene Türen, offene Ohren

Göppingen / SWP 07.08.2012
Grausame Bilder am Unfallort, belastende Erlebnisse für Helfer: Die Notfallseelsorge im Kreis macht auf ihre Dienste und weitere Beratungsmöglichkeiten aufmerksam.

Knapp 5000 Flyer werden derzeit persönlich an die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen im Landkreis Göppingen verteilt. Die Verantwortlichen der Notfallseelsorge wollen damit sicherstellen, "dass nach einem schrecklichen Einsatz sowohl Betroffene wie auch Hilfskräfte zeitnah eine Beratungsstelle oder einen Therapeuten aufsuchen können". Unmittelbar nach einem schrecklichen Geschehen sollte es für einen Helfer möglich sein, eine Fachstelle zeitnah aufzusuchen um ein erstes Beratungsgespäch bei extremen Belastungen zu führen, so der katholische Dekanatsreferent Felix Müller. Die Vernetzung zwischen Notfallseelsorge und Beratungsstellen ist dann hilfreich, wenn die Betroffenen ein sogenanntes "Klingelrecht" bekommen, "denn in Krisenfällen darf und sollte es keine Wartezeiten geben", so Müller. Die drei Beratungsstellen im Landkreis hätten "offene Türen und offene Ohren" zugesagt.

Seit 1997 ist die Initiative der Kirchen, aller Hilfsorganisationen, der Polizei, der Notärzte, des Landkreises und der Psychologischen Beratungsstellen fester Bestandteil der Hilfsangebote im Kreis.

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