Die Konkurrenz schläft nicht. Das gilt auch für Veranstaltungshallen. Von Eislingen über Uhingen bis Süßen sind in den vergangenen Jahren viele „Gute Stuben“ entstanden. Alle buhlen um zahlende Veranstalter. In diesem Tauziehen markiert die Hohenstaufenstadt noch immer den Muskelmann. Die 64 Jahre alte Göppinger Stadthalle mit Platz für 1100 Besucher strahlt ganz gewollt den Nostalgie-Look ihrer Bauzeit aus. Doch die Stadt hat mit stetigen Millioneninvestitionen dafür gesorgt, dass es in dem Haus authentisch, solide und gepflegt zugeht – und dass die Technik nicht hinterher hinkt. Wenn im März das Restaurant wiederbelebt wird, stimmt auch das Umfeld. Da leuchtet es ein, dass die Mietpreise nicht ewig auf dem Niveau der frühen 90er Jahre bleiben können. Aus Sicht der Verwaltung ist eine Gebührenerhöhung also folgerichtig.

Die Logik aus dem Blickwinkel der Bevölkerung könnte eine andere sein. Denn eine so happige Preiserhöhung, wie sie die Stadtverwaltung jetzt plant, könnte manchen Veranstalter abschrecken. Die Folge wäre ein etwas dünnerer Veranstaltungsreigen in einem Haus, das sich auf einen guten Weg gemacht hat. Dass die Mietpreis-Entscheidung vertagt wurde, bietet vielleicht die Chance für einen Kompromiss, damit Göppigen seinen Preisvorteil behält.