Eislingen Neues Eislinger Feuerwehrauto

ULRIKE LUTHMER-LECHNER MANFRED BOMM 06.08.2012
„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ mit dem Leitspruch der Brandbekämpfer wurde das neue Eislinger Rüstfahrzeug Mitte Juli offiziell in den Alarmdienst übernommen. Am Samstag gab es dazu eine Feierstunde mit vielen Gästen.

Musikalisch umrahmte der Musikzug der TSG Eislingen. Als neues Familienmitglied in der Eislinger Feuerwehr-Fuhrparkfamilie bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Heininger den neuen Rüstwagen. „Lange Zeit sah es nicht danach aus, dass wir das gesund geborene und gut ausgestattete Kind in der Fuhrpark-Familie aufnehmen können“, sagte der Rathauschef, der damit auf die Insolvenz der Hersteller-Firma Ziegler und die damit verbundene Auslieferungssperre einging. Doch jetzt freue man sich umso mehr, denn „unser Baby ist zuhause“.

Heininger beschrieb in launigen Worten den jungen Spross. „Er ist ein stattlicher Bursche, ganz in Rot gekleidet, er wog bei der Auslieferung 13 000 Kilogramm und strotzt vor Kraft mit seinen 290 Pferdestärken.“ Die Kosten in Höhe von 402 000 Euro stemmte die Stadt gemeinsam mit Zuschüssen vom Land. Was der technisch brandaktuelle Musterknabe mit Ladebordwand kann, erläuterte Kreisbrandmeister Michael Reick. Die Hauptaufgabe sei die technische Hilfeleistung. In den sieben Geräteräumen finden sich neben dem hydraulischen Rettungssatz mit Schneidgerät, Spreizer und verschiedenen Rettungszylindern zur Befreiung von Unfallopfern im Verkehr ein Plasma Schneidegerät, eine Sauertstofflanze zum Trennen von Gegenständen sowie Motorentrennschleifer, Sägen und Bohrmaschinen.

„Als Besonderheit ist das neue Rüstfahrzeug am Heck mit einer Ladebordwand ausgestattet“, erklärte Kommandant Martin Stingl. Diese verfügt über einen Stromerzeuger, eine Seilwinde sowie zwei Schnellangriffsleitungen. „Es isch halt a fahrende Werkstatt“, so der Pressesprecher der Brandbekämpfer, Jürgen Eisele. Hermann Quintenz, Fachberater der Firma Ziegler, betonte: „Die Insolvenz war ein harter Schlag.“ Ganz besonders freue er sich nun, das Fahrzeug übergeben zu können. Ein großer symbolischer Schlüssel wechselte aus seinen Händen zunächst zu OB Heininger, danach zu Dr. Michael Reick. Pfarrer Frieder Dehlinger von der evangelischen Christuskirche sowie Dekan Mathias Weingärtner aus der katholischen St. Markuskirche beteten gemeinsam mit den Besuchern und segneten das Fahrzeug samt den Feuerwehrmännern.

Der Obst- und Gartenbauverein Krummwälden lud anschließend gemeinsam mit dem Löschzug 3 der Feuerwehr Eislingen zum Dorfhock ein. Über Festbesucher freut man sich dort auch am heutigen Sonntag.