Große Begeisterung an der Gewerblichen Schule in Göppingen: Die Porsche AG spendierte der Schule einen fabrikneuen Porsche 911, an dem nun angehende Kfz-Mechatroniker ihr Handwerk lernen können.

Schulleiter Siegfried Pietrass hatte allen Grund zur Freude, als er bei der Übergabe des Sportwagens vor wenigen Tagen konstatierte, nun "beim Schulträger ein Guthaben von 130 000 Euro" geschaffen zu haben. Denn "wer würde sich nicht freuen, einen Porsche geschenkt zu bekommen?" Der nagelneue 911er indessen wird sich weniger auf der Straße als in der Werkstatt bewähren dürfen. Mit Vorfreude warten nun die Auszubildenden darauf, den neuen Wagen auseinanderzunehmen und anschließend wieder zusammenzubauen.

Dazu ermutigt wurden sie ausdrücklich von Norbert Göggerle, Leiter der technischen Berufsausbildung bei Porsche: "Reißen Sie das Fahrzeug auseinander, seien Sie wissbegierig", forderte er die jungen Azubis auf. Er betonte, das Auto sei ausdrücklich dazu da, um an ihm zu lernen. Porsche beteilige sich durch diese Schenkung gerne daran, die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung zu erhalten. Der Firma liege am Herzen, dass die Gewerbliche Schule bei der Ausbildung des Nachwuchses den Finger an den Puls der Zeit lege. Dann übergab er den Fahrzeugschlüssel an Landrat Edgar Wolff, der nicht umhin kam, angesichts eines solchen Autos einen "gewissen Stolz" zu bekunden.

Er bekräftigte die Dankbarkeit des Landkreises für dieses enorme Geschenk und erklärte, dass neben großzügigen Spenden aus der Wirtschaft auch der Kreis gerne investiere, damit sich die berufliche Ausbildung auf neue Herausforderungen einstellen könne. Wolff lobte zudem die enge und "sehr gute Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Schulen", die einen wichtigen Beitrag zu qualifizierten Ausbildungen leiste. Schließlich seien jene Geschenke aus der Industrie Ausdruck einer engen Kooperation: Neben dem neuen Porsche stehen auch Fahrzeuge von Daimler, BMW und VW für Ausbildungszwecke bereit.

Gute Lehrwerkstätten seien auch insbesondere deshalb so wichtig, weil der "Kampf um Fachkräfte in vollem Gange" sei, wie Ludger Wendeler, Obermeister der Kfz-Innung im Kreis, verdeutlichte. Zum Schluss ließ es sich Landrat Edgar Wolff nicht nehmen, den neuen Porsche probe zu sitzen und den Motor kräftig aufheulen zu lassen.