Göppingen Neue Zimmer und mehr Platz im Klinikum

In der Neurologischen Früh-Rehabilitation des Christophsbads stehen jetzt 25 Planbetten zur Verfügung.
In der Neurologischen Früh-Rehabilitation des Christophsbads stehen jetzt 25 Planbetten zur Verfügung. © Foto: Carlucci
Göppingen / Von Annerose Fischer-Bucher 02.07.2018
Mit einem Festakt hat das Klinikum Christophsbad  in Göppingen die Erweiterung seiner Neurologischen Früh-Rehabilitation eingeweiht.

In der Arbeit mit schwerst kranken Patienten stehen dem Göppinger Christophsbad (CB) in der Neurologischen Früh-Rehabilitation jetzt 25 Planbetten zur Verfügung. Man sei auf einen wachsenden Bedarf vorbereitet, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Bernhard Wehde, bei einem kleinen Festakt. Nach fast 20 Jahren seien wichtige Restaurierungsarbeiten nötig geworden, zumal das Christophsbad nach dem Krankenhausplan des Landes Baden-Württemberg nicht nur ein landkreisweiter, sondern auch regionaler Versorger sei.

Zur Renovierung kam ein Anbau hinzu, der zu den bislang 20 Betten noch fünf zusätzliche Planbetten enthält. Wehde betonte, dass die Früh-Reha bei schwerst kranken Patienten „sehr platz-intensiv“ sei, weil man viele Geräte benötige. „Die rehabilitative Kette ist nach der Schlaganfall-Konzeption des Landes Baden-Württemberg gewünscht und soll sehr eng sein. Deshalb ist das Ineinandergreifen von Neurologie und Intensivstation so wichtig“, erläuterte Wehde.

Die Früh-Reha für den Patienten setzt nach Abschluss der Akutbehandlung beziehungsweise bereits im Übergang ein und führt ärztliche, pflegerische, ergotherapeutische, physiotherapeutische und neuropsychologische Kompetenz zusammen. Und sie ist teuer. Oberärztin Dagmar Schuldes, die 1999 mit dem Aufbau der Neurologischen Früh-Reha begonnen hatte, sagte bei der Begrüßung, dass es in diesem Bereich in Deutschland immer noch eine Mangelsituation gebe. Sie dankte den Mitarbeitern, denen beim Umzug und Umbau bei laufendem Betrieb einiges abverlangt worden sei.

Im Göppinger Christophsbad werden schwere Fälle schon aufgenommen, wenn sie beispielsweise noch beatmet werden, und gleichzeitig wird schon mit der Früh-Reha begonnen. Die Situation sei für die Mitarbeiter nicht leicht auszuhalten, wenn es beispielsweise nur kleine Fortschritte gebe, Auch deswegen müsse der Teamgeist stimmen, sagte Wehde. Christophsbad-Geschäftsführer Oliver Stockinger erläuterte das neue Überwachungs-Monitoring-System mit mobilen Geräten für die Mitarbeiter, mit dem sie ständig mit allen wichtigen Daten versorgt werden. Damit könnten sie sehr schnell und flexibel auf Situationen am Patienten reagieren. Gleichzeitig könne das System auch als Telefon genutzt werden. Stockinger ist stolz auf das „neueste System auf dem Markt mit seiner Vernetzung“ und bezifferte die Anschaffungskosten im sechsstelligen Euro-Bereich. Nach den Reden bestand für die Gäste die Gelegenheit, die neuen Räume der beiden Stützpunkte zu besichtigen.

Früh-Rehabilitation für Schwerstkranke

Entstehung Die Früh-Rehabilitation für schwerst kranke Patienten im Göppinger Christophsbad wurde von 1999 an von Oberärztin Dagmar Schuldes aufgebaut. Neurologie und Intensivstation arbeiten dabei Hand in Hand und mit Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Neuropsychologie und Intensivpflege zusammen. Es stehen nach der Erweiterung jetzt 25 Planbetten zur Verfügung.

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