Wechsel Neue Leiterin für die Kunsthalle Göppingen

Göppingen / SWP 10.11.2018

Die Weichen für einen harmonischen Übergang in der Leitung der Kunsthalle Göppingen stellte am Donnerstag der Gemeinderat: Das Gremium wählte Dr. Melanie Ardjah zur Nachfolgerin Werner Meyers, der Ende April 2019 in den Ruhestand geht.

Die Stelle war unter anderem in „Die Zeit“ und diversen Internet-Portalen ausgeschrieben. 33 Bewerbungen gingen ein, überwiegend aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, aus Österreich und Frankreich sowie aus Mexiko. Zehn Bewerber wurden zu Vorstellungsgesprächen nach Göppingen eingeladen, vier von ihnen stellten sich am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung dem Gemeinderat vor.

Und dieser entschied sich für Melanie Ardjah. Seit Oktober 2016 ist sie Kuratorin an der Seite von Werner Meyer. Und bereits von 2003 bis 2007 arbeitete die in Göppingen aufgewachsene Ardjah, die Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literatur in Tübingen studierte, an der Kunsthalle der Stadt Göppingen. Zusammen mit Werner Meyer und Dr. Annett Reckert baute sie seinerzeit die pädagogische Arbeit der städtischen Einrichtung auf. Die Kunsthalle betrachtet die 44-Jährige nach wie vor als „einen Ort der Bildung und einen außerschulischen Lernort“.

Zwischen ihren beiden Engagements in der Hohenstaufenstadt war Melanie Ardjah von 2007 bis 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der städtischen Galerie Karlsruhe. Promoviert hat sie unter dem Titel „Kunst als kontemplativer Raum“ über die künstlerische Position der Anni Albers, die von den 1920er Jahren ausgehend bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts künstlerisch tätig war. Ausstellungen, so Ardjahs Credo, sollten an die Lebenswelt der Besucher anknüpfen und ihnen helfen, zugleich etwas über die Welt und sich selber zu erfahren. Unterstützen möchte sie dies unter anderem mit Audioguides.

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