Eislingen Neue Fahrspuren für Eislinger Radler

Radler sollen einen Schutzstreifen bekommen.
Radler sollen einen Schutzstreifen bekommen. © Foto: Staufenpress
TOBIAS FLEGEL 08.08.2012
Der Kreis will mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad bewegen. Wie das gelingen kann, haben Fachleute untersucht. Einige ihrer Empfehlungen will die Stadt Eislingen in diesem Jahr umsetzen.

Der Kreis Göppingen will Radlern in den kommenden Jahren mehr entgegenkommen. Er hat sich vorgenommen neue Wege für sie zu bauen, bestehende Routen sicherer zu machen und sie mit Bus und Bahn gut zu verknüpfen. Das Konzept für die Verbesserung des Radnetzes hat der Kreistag vor rund einem Jahr verabschiedet.

Einen kleinen Teil der Empfehlungen setzt Eislingen voraussichtlich in diesem Jahr schon um. "Wir wollen den Radverkehr attraktiver machen", sagte Oberbürgermeister Klaus Heininger im Ausschuss für Technik und Umwelt. Fünf von 19 Vorschläge wolle die Stadt 2012 angehen und das Leben von Radlern dadurch einfacher sowie gefahrloser machen. Sämtliche anvisierte Veränderungen haben die höchste Priorität in dem Kreiskonzept und gelten als besonders dringend.

Zwei der fünf Vorhaben stechen deutlich hervor. Sie sind teurer als die anderen und betreffen wichtige Straßen der Stadt. Streifen auf beiden Seiten der Fahrbahn sollen Radler auf der Jahnstraße besser vor dem Verkehr schützen. Ebenfalls mit Pinsel und Farbe wollen die Verkehrsexperten auf der Holzheimer Straße zwischen Alb- und Friedhofstraße für eine sichere Fahrt auf zwei Rädern sorgen. Sie schlagen auch auf diesem Abschnitt vor, durch Schutzstreifen zwei Spuren für Radler auf der Fahrbahn zu markieren. Außerdem empfehlen sie, den Verkehr auf der gesamten Holzheimer Straße auf Tempo dreißig zu drosseln. Die Markierung der Bereiche kostet insgesamt rund 10 000 Euro, die drei übrigen vorgesehenen Verbesserungen schlagen dagegen mit insgesamt rund 3000 Euro zu Buche.

Die restlichen drei Verbesserungen fallen weniger auf, als die in der Jahn- und Holzstraße. Die Stadt will entweder deutlicher den Verlauf bestehender Radwege oder getrennte Spuren auf der Straße kennzeichnen. Das Gleiche gilt für die geplanten Veränderungen in Krummwälden. Arbeiter sollen sie umsetzen, wenn sie den nördlichen Ortseingang neu gestalten. Das geschieht entweder in diesem oder im nächsten Jahr.

Eislingen muss nicht das gesamte Geld für die fünf geplanten Vorhaben in diesem Jahr aufbringen. Der Kreis will ein Drittel der Kosten für die jeweiligen Vorhaben übernehmen. Richtig teuer dürfte es für die Stadt allerdings erst in den kommenden Jahren werden: Einige der nächsten wichtigen Verbesserungen sollen zwischen rund 11 000 und 16 000 Euro kosten.