Von Göppingen nach Faurndau zu gelangen, wird nicht einfacher. Zusätzlich zur ohnehin wegen des Brückenabrisses gesperrten Stuttgarter Straße wird von Montag an auch die Umleitungsstrecke über die Lehle- und Salamanderstraße gesperrt. Und zwar nicht nur – wie ursprünglich geplant – bis Oktober, sondern nach jetzigem Stand bis zum Jahresende. Fußgänger, Rad- und Autofahrer müssen weiträumige Umwege in Kauf nehmen, auch die Unterführung unter der Bahnstrecke wird gesperrt.

Seit Mai wird im Auftrag des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart auf der Baustelle gearbeitet, der eigentliche Abriss der alten Brücke fand im August des vergangenen Jahres statt. Zudem wurde die Straßenbrücke über dem früheren Gleis nach Schwäbisch Gmünd ersatzlos abgebrochen. Damit wird künftig eine Bahnverbindung von Gmünd über Faurndau nach Göppingen auf der alten Trasse nicht mehr möglich sein.

Gesperrt seit Mai 2019

Die B 297 ist im Bereich der alten Bahnbrücken seit Beginn der ersten Bauphase im Mai 2019 voll gesperrt. Ursprünglich war die Sperrung bis Oktober dieses Jahres geplant. „Durch erforderliche Anpassungen des Bauablaufs wird diese Vollsperrung voraussichtlich noch bis Ende Dezember 2020 andauern“, teilt das RP mit. 

Parallel zu der seit Mai bestehenden Vollsperrung sei nun ab Montag, 13. Januar, zusätzlich die Vollsperrung der Lehlestraße / Salamanderstraße (ab Marbachbrücke) in Faurndau für die Umgestaltung des Knotenpunkts erforderlich. Durch die Umgestaltung werde sich die B 297 künftig mit der geplanten Kreisstraße 1410 kreuzen. Dadurch solle der Verkehrsfluss „optimiert“ werden, heißt es seitens des RP.

Umleitung über die Bundesstraße

Der Straßenverkehr und die Buslinien werden über die gesamte Bauzeit umgeleitet, betont die Behörde. Die Umleitung wird weiterhin großräumig über die B 10 ausgeschildert. Für Fußgänger und Radfahrer wird eine separate Umleitung eingerichtet. Rathaus-Pressesprecher Olaf Hinrichsen erläutert: „Auch die Unterführung zwischen Stuttgarter Straße und Filsstraße muss laut Mitteilung des für die Baumaßnahme zuständigen Regierungspräsidiums Stuttgart gesperrt werden.“

Fußgänger und Radfahrer könnten den gesperrten Bereich über den Reuschweg, die Karl-Kübler-Straße, die Stauferhalde, den markierten Weg durch das Baufeld, die Unterführung von der Salamanderstraße zum Kohlenwegle (und umgekehrt) umgehen.

Kirchheim/Göppingen

Ersatz für 110 Jahre alte Brücke


Neubau Die 1910 erbaute Brücke über die Gleise in Faurndau weicht einem neuen, anders geführten Straßendamm. Die Verkehrsführung an dem Knotenpunkt ändert sich, so dass die Lehle- und die Rechberghäuser Straße deutlich verkehrsberuhigt werden sollen.

Trasse Künftig wird die Straße Richtung Rechberghausen auf einer neuen Trasse geführt. Die neue Brücke über die Bahn wird breiter und der Norm entsprechend errichtet werden. Der Stauferlandradweg wird verlängert bis zur Querung der Stuttgarter Straße.

Kosten 14,7 Millionen Euro kostet der Neubau der  Bahnbrücke zwischen  Faurndau und Göppingen inklusive des Umbaus der Kreuzung mit der neuen Kreisstraße  1410. Auf die Stadt entfallen knapp zwei Millionen Euro, wovon etwa 830 000 Euro Zuschüsse fließen.