Neu in den Kinos

Vertauschte Rollen: Einst spielte Maria Enders (Juliette Binoche, links) die junge Verführerin, jetzt soll sie eine alternde Frau darstellen. Mit ihrer Assistentin Valentine (Kristen Stewart) reist sie zum Dreh in die Alpen.
Vertauschte Rollen: Einst spielte Maria Enders (Juliette Binoche, links) die junge Verführerin, jetzt soll sie eine alternde Frau darstellen. Mit ihrer Assistentin Valentine (Kristen Stewart) reist sie zum Dreh in die Alpen. © Foto: Pallas Film/NFP Carole Bethuel
SWP 18.12.2014

Der kleine Drache Kokosnuss

Längst gehört "Der kleine Drache Kokosnuss" von Ingo Siegner zu den Kinderbuchklassikern. Die Geschichten sind lustig und gut geschrieben, die Bilder dazu kunterbunt und fröhlich. Nun kommen die Abenteuer des Drachen ins Kino. Kokosnuss soll darin das kostbare Feuergras bewachen, doch als er einmal nicht aufpasst, wird es geklaut. Als er das wundersame Gras mit seinen Freunden zurückholen will, geraten sie in ein aufregendes Abenteuer. Für den Drachen die ideale Chance, es allen zu zeigen, galt er bislang doch als ziemlich tollpatschig und unfähig. Nun aber hat er gute Aussichten, ein Held zu werden, auch weil ihn der kleine Fressdrache Oskar und das Stachelschwein Mathilda tapfer begleiten. (Deutschland 2014, 82 Min., FSK 0)

1001 Gramm

Die Enddreißigerin Marie arbeitet für das norwegische Eichamt. Eines Tages erhält sie die ehrenvolle Mission, zu einer Konferenz des Internationalen Maß- und Gewichtsbüros nach Paris zu reisen. Im Gepäck: das kronjuwelähnlich gehütete "Norwegische Kilo", das auf seine Genauigkeit hin überprüft werden soll. In Paris lernt sie einen charmanten Franzosen kennen, der die strenge Welt der Maße und Gewichte gegen ein Leben als Gärtner eingetauscht hat. Bent Hamers Komödie besticht durch feinen Humor und einen unerwartet poetischen Blick auf einen vermeintlich profanen Beruf. (Norwegen 2014, 93 Min. FSK 0)

Serena

George und Serena sind Ende der 1920-er Jahre dazu entschlossen, in den rauen Wäldern North Carolinas ihr Glück zu machen. Die beiden scheinen perfekt zusammen zu passen: George (Bradley Cooper, "Hangover") besitzt Land in den Smoky Mountains und Serena (Jennifer Lawrence, "Die Tribute von Panem") stammt aus einer Familie von Holzfällern. Eine dramatische Wende nimmt der Film, als die junge Frau ihr Kind verliert. Als sie dann noch entdeckt, dass George der Mutter seines unehelichen Sohnes regelmäßig Geld gibt und er ein Foto des Jungen aufbewahrt, erfasst Serena rasende Eifersucht. Kaltblütig fasst sie einen mörderischen Plan. In dem düsteren Film der Oscar-gekrönten dänischen Regisseurin Susanne Bier geht es um Liebe und Eifersucht, Habgier und Neid, Gewalt und Korruption. Die Schauspieler sind durchaus überzeugend, die Handlung dagegen nicht immer. (USA 2013, 109 Min., FSK 12)

Wolken von Sils Maria

Gut 20 Jahre nach ihrem Durchbruch als Schauspielerin bekommt Maria Enders (Juliette Binoche) das Angebot, genau in dieser Produktion noch einmal mitzuspielen, allerdings den Gegenpart ihrer damaligen Figur. Als 18-Jährige spielte sie eine junge, verführerische Frau, die ihre sehr viel ältere Chefin verführt und letztendlich zerstört.

Nun soll Maria in die Rolle dieser reifen Frau schlüpfen. Sie hadert. Dazu trägt auch die ungewöhnliche Beziehung zu ihrer jungen Assistentin Valentine (Kristen Stewart, "Twilight") bei, die sie letztendlich überzeugt. Regisseur Olivier Assayas ("Carlos - Der Schakal") inszeniert mit "Die Wolken von Sils Maria" vor der Kulisse der Schweizer Alpen ein vielschichtiges psychologisches Drama um eine alternde Diva und den Wandel der Zeit. (Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014, 124 Min., FSK 6)