Neu in den Kinos

Aus einem kleine Flirt wird für Claire (Jennifer Lopez) schnell bitterer Ernst: Der Nachbarsjunge Noah (Ryan Guzman) entpuppt sich als Stalker.
Aus einem kleine Flirt wird für Claire (Jennifer Lopez) schnell bitterer Ernst: Der Nachbarsjunge Noah (Ryan Guzman) entpuppt sich als Stalker. © Foto: Universal Pictures
SWP 19.03.2015

3 Herzen

Charlotte Gainsbourg und Chiara Mastroianni spielen in dem französischen Drama "3 Herzen" ungleiche Schwestern, die sich beide unwissentlich in denselben Mann verlieben. In einer Nebenrolle glänzt Catherine Deneuve, die auch im realen Leben die Mutter von Chiara Mastroianni ist. Es ist dann aber vor allem Hauptdarsteller Benoît Poelvoorde, der dieses Liebesmelodram mit seinem nuancierten Spiel trägt: Kleine Blicke, ein leicht gebeugter Gang, mehr braucht der Belgier nicht, um die innere Zerrissenheit seines Charakters einfühlsam darzustellen. (Frankreich, Deutschland u.a. 2014, 104 Min., FSK 6)

Most Violent Year

Abel Morales (Oscar Isaac) hat sich zum angesehenen Ölunternehmer hochgearbeitet und steht kurz vor dem Kauf eines millionenschweren Industriegeländes. Im brutalen New York der Achtziger ist der reiche Firmenboss jedoch ein lukratives Opfer von Kriminellen. Immer öfter wird Abels Fahrer brutal überfallen, auch seine Familie gerät unter Beschuss. In dem atmosphärisch dichten Film fragt Regisseur J.C. Chandor ("All is lost"), ob der amerikanische Traum auf legalem Weg überhaupt gelingen kann und lässt Abels Frau Anna (Jessica Chastain) die Antwort geben. ( USA 2014, 125 Min., FSK 12)

Das ewige Leben

Auf dem Moped hat Simon Brenner ein paar frohe Momente. Ansonsten sieht es in "Das ewige Leben" äußerst trüb aus im Leben des kultigen österreichischen Ex-Polizisten. Brenner (Josef Hader) hat eine Kugel im Kopf und schlimmes Schädelweh, ein Kumpel von früher wird erschossen, der Polizeichef (Tobias Moretti) ist eher Killer statt Freund und Helfer. Die vierte Verfilmung eines Krimis von Wolf Haas ("Komm, süßer Tod", "Silentium", "Knochenmann") hat wenig komische Momente. Der Erzähler aus dem Off mit seinen lakonischen Sprüchen kommt kaum zum Zug. Im Buch wird das Rätsel um die Morde spät gelöst, im Kino weiß jeder bald Bescheid. Ein Film für Hader-Fans, aber die FanGemeinde wird er wohl nicht vergrößern. (Österreich/Deutschland 2015, 123 Min., FSK 12)

Die Räuber

In Zeiten von Wirtschaftskrisen scheinen Teile von Friedrich Schillers Werk aktueller denn je. "Die Räuber" ist eine Adaption des vor über 200 Jahren entstandenen klassischen Dramas. In dem Film erzählen die Regisseure Pol Cruchten und Frank Hoffmann die Geschichte einer Luxemburger Bankerfamilie, die durch Intrigen und Lügen zu zerbrechen droht. Als Patriarch der Familie ist der 2014 gestorbene österreichische Schauspieler Maximilian Schell in seiner letzten Filmrolle zu sehen. Im Mittelpunkt des 84 Minuten langen Films steht sein Sohn, der drei Jahre unschuldig im Gefängnis saß, um das Familienoberhaupt zu schützen. (Luxemburg/Deutschland/Belgien 2014, 84 Min., FSK 12)

The Boy Next Door

Claire ist Lehrerin in einer Kleinstadt und gerade geschieden. Sie lässt sich auf ein Abenteuer mit dem geheimnisvollen Nachbarsjungen Noah ein. Doch als sie die Affäre beenden will, entpuppt sich der smarte Schönling als psychisch gestörter Stalker, und er macht Claire das Leben zur Hölle. Er tapeziert Claires Klassenzimmer mit Ausdrucken des (von ihm natürlich heimlich gefilmten) Schäferstündchens und manipuliert die Bremsen des Autos von Claires Ex-Mann. Noah ist plötzlich überall. In der Hauptrolle des allerdings nicht sehr überzeugenden Thrillers "The Boy Next Door" ist Popqueen Jennifer Lopez zu sehen. Regie führte Rob Cohen ("The Fast and the Furious"). (USA 2014, 91 Min., FSK 16)

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