Göppingen Känguru-Baby erlebt ersten Sommer

Göppingen / Mona Abdel Aal 20.08.2018
Der kleine Hüpfer ist die Attraktion im Göppinger Tierpark: Das Känguru-Baby erlebt seinen ersten Sommer und wird von Mutter Whitey umhegt.

Seit knapp einem Monat hüpft das Babykänguru im Göppinger Tierpark nun schon selbstständig in seinem Gehege herum. Kängurus verlassen den Beutel ihrer Mutter in der Regel mit sechs Monaten. Ab und zu steckt das sieben Monate alte Jungtier allerdings noch seinen Kopf in den Beutel seiner Mutter Whitey und trinkt.

Dass Whitey unter anderen Umständen war, sah Heiko Eger, der Leiter des Tierparks, an einem ganz speziellen Verhalten des Kängurus. „Man merkt es, wenn sie anfangen den Beutel zu putzen. Dann rutscht das Baby, das zu diesem Zeitpunkt nur ein paar Gramm wiegt, direkt von der Gebärmutter in den Beutel. Erst nach drei Monaten bemerkt man dann was am Bauch.“

Manchmal würden die Jungtiere dann auch schon aus dem Beutel hinausschauen. „Sie sehen dann noch aus wie ein kleiner nackter Hund“, meint Eger weiter. Ihren Namen verdankt die Mutter übrigens ihrem schneeweißen Fell, das sie auch an ihr Kind weitergegeben hat. Dieses soll den Göppinger Tierpark spätestens im März 2019 verlassen, weshalb ihm kein Name gegeben wird. „Sonst fällt einem der Abschied so schwer“, erklärt Eger. Der Leiter des Tierparks und seine Mitarbeiter dürfen nun also für ein knappes dreiviertel Jahr das Jungtier begleiten.

Gemüse welkt schneller

Momentan erlebt es seinen ersten Sommer. Nicht nur für das Babykänguru ist dies eine besondere Zeit, sondern auch für die restlichen Bewohner des Tierparks. Durch extrem heiße Temperaturen in den vergangenen Wochen unterschied sich dieser Sommer von den vergangenen. Auch im Tierpark merke man daher die Auswirkungen. Bei so hohen Temperaturen halte das Obst und Gemüse, das den Tieren gefüttert werde, nicht so lange und der Tierpark habe einen viel höheren Wasserverbrauch. Die Fisch­becken heizten sich schnell auf, weshalb die Wassertemperatur durch einen Ventilator wieder heruntergekühlt werden müsse, erzählt Eger.

Obwohl die meisten der Tiere eigentlich von warmen Kontinenten wie Afrika oder Südamerika stammen, sorgten die Mitarbeiter bei ihnen für Abkühlung. Von Wasserspielen und Eisbomben mit Früchten für die Affen bis Berieselung der Emus durch einen Wasserstrahl war alles dabei, um die Tiere gut durch die Hitzewochen zu bringen.

Leider konnten nur wenige Besucher dies beobachten. „Bei diesen Temperaturen gehen die Leute eher ins Freibad als in den Tierpark“, weiß Eger. Daher begrüßte der Tierpark in den ersten zwei Wochen der Sommerferien etwas weniger Besucher als im letzten Jahr. „Sonst war es immer nur ein paar Tage so extrem heiß, aber jetzt war es eine ganze Hitzeperiode“, sagt der Leiter des Tierparks. Mittlerweile sieht man allerdings wieder gewohnt viele Besucher von einem Gehege zum anderen laufen und die vielen Tiere beobachten. Vor allem für Familien mit Kindern ist der Tierpark ein schöner Ort für einen Tagesausflug. So ist der Besuch des Tierparks für eine Oma und ihre Enkel, die die Sommerferien bei ihr verbringen, etwas Besonderes, wie sie erzählt. „Man muss nicht weit fahren und alles ist übersichtlich. Es ist einfach ein netter Ausflug.“

Info Der Kleine Tierpark Göppingen hat im Sommer täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel