NACHGEFRAGT: Gasversorgung im Kreis stabil?

Dr. Martin Bernhart: "Die Gasversorgung hängt von den Lieferanten ab."
Dr. Martin Bernhart: "Die Gasversorgung hängt von den Lieferanten ab."
SWP 14.02.2012

Die Kälte der vergangenen Wochen hat viel Energie gekostet. Die Gasreserven schwinden. Wie sieht es im Landkreis aus? Carla Saurer sprach mit EVF-Chef Dr. Martin Bernhart.

Herr Bernhart, wie steht es um die aktuelle Gasversorgung im Landkreis Göppingen?

DR. MARTIN BERNHART: Derzeit wird noch Flüssiggas aus den Eisenbahnwaggons und Lkw entnommen, um unseren Bestand in den Spitzendeckungsanlagen aufzufüllen. Die Lieferung mit dem Zug kommt aus Antwerpen. Mit vier Lastwagen, die letzte Woche zwischen Mainz und Göppingen pendelten, hatten wir genug Flüssiggas. Pro Lkw werden 30 Kubikmeter Flüssiggas transportiert. Das sind etwa 20 Tonnen, diese Menge reicht etwa fünf Stunden bei voller Auslastung. Grundsätzlich gilt: Sind die Anlagen voll, haben wir keine Probleme.

Was wäre im schlechtesten Fall, sprich einer längeren Kälteperiode, für den Kreis zu erwarten gewesen?

BERNHART: Die Kälte kann uns prinzipiell nichts anhaben. Solang unsere Zulieferer nicht streiken, gibt es keine Probleme. Wir hatten dieses Jahr zwar kein Gas im Überfluss, aber mit unseren Spitzendeckungsanlagen war eine stabile Lage der Gasversorgung im Landkreis gesichert.

Wie viel Gas verbraucht der Landkreis in einer solchen Kälteperiode?

BERNHART: Im Kreis Göppingen wurden in der Spitze 55 000 Kubikmeter Gas pro Stunde verbraucht.