NACHGEFRAGT: Folgen fürs Amtsgericht?

Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Rometsch: "In Göppingen ist noch nie etwas vorgefallen."
Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Rometsch: "In Göppingen ist noch nie etwas vorgefallen."
DIRK HÜLSER 13.01.2012
Ein Gericht soll offen sein: Auch nach den tödlichen Schüssen in Dachau bleibt der Göppinger Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Rometsch gelassen.

Große Sicherheitsvorkehrungen gibt es im Amtsgericht nicht - werden nach den tödlichen Schüssen von Dachau Konsequenzen gezogen?

WOLFGANG ROMETSCH: Es ist richtig, dass es keine großen Sicherheitsvorkehrungen gibt. Aber wir wären schlechterdings auch personell gar nicht in der Lage, alle Besucher zu kontrollieren.

Gab es auch im Göppinger Amtsgericht schon solche brenzlige Situationen?

ROMETSCH: In Göppingen ist noch nie etwas vorgefallen. Natürlich wird mancher Angeklagte auch mal etwas grob, aber dafür haben wir ja dann unsere drei Wachtmeister, das ist also kein großes Problem.

Bleibt also - wie im richtigen Leben - ein Restrisiko?

ROMETSCH: Man kann nicht verneinen, dass ein gewisses Restrisiko bleibt. Dieses Risiko wird von mir aber nicht als groß eingeschätzt. Wenn man es so machen würde, dass gar nichts passieren kann, müssten wir alle Eingänge ins Gericht mit Schleusen ausstatten. Es ist aber schon auch richtig, dass ein Gericht offen für alle ist - wir haben ja schließlich öffentliche Verhandlungen.