NACHGEFRAGT: "Ich liebe diese Wechsel"

SWP 03.11.2012

Klaus Hudik im Rampenlicht: Der Ensemblesprecher der Theaterbühne Bad Boll präsentiert heute als Autor und Schauspieler das Stück "Hackemöllers fette Beute".

Von der Berta auf dem Bollen, über schräg und schrill zur Krimikomödie - ist diese Vielfalt gewollt?

KLAUS HUDIK: Bei mir liegt die Herausforderung darin, unterschiedliche Charaktere, ob nun historischer Art, als Serienmörder oder Clown darzustellen, Vielfalt ist für mich ein ganz wichtiges Kriterium der Schauspielkunst. Ich liebe diese Wechsel.

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?

HUDIK: Wenn ich Lust an einem neuen Stück verspüre, gehe ich einen paradoxen Weg. Zunächst suche ich Schauspieler, denen ich in jeder Hinsicht vertrauen kann. Vor meinem geistigen Auge passe ich dann jedem Akteur den stimmigen Inhalt an und hoffe, dass diese Vorstellungen sich in die Tat umsetzen lassen. Folglich liegt die eigentliche Inspiration in der Eigenart des Einzelnen, zu der ich eine maßgeschneiderte Rolle anfertige.

Nennen Sie uns drei Gründe, warum man sich das Stück unbedingt anschauen soll.

HUDIK: Wegen der Überraschungseffekte. Wahrscheinlich erwartet niemand einen so hohen technischen Aufwand mit speziellen Beamern und ausgefeilter Tontechnik. Zum anderen haben wir wirklich auffällige Charaktere in das Stück eingebaut. Kleine Zaubertricks und der exzellente Gesang von Sandra Schwab sind weitere Glanzlichter.