Nachwuchs Musikschule und Musikverein Ebersbach als ein Team

Schlierbach / N.A. 13.04.2017

Bis zum letzten Platz gefüllt mit Eltern, Geschwistern und Großeltern der Schüler war die Dorfwiesenhalle beim Jahreskonzert der Musikschule.

Der Musikschulleiter Guntram Bumiller eröffnete das Programm und führte mit Sachverstand und Witz durch das Programm, das eine Vielfalt an Instrumenten und Stilen bot. So machte das sinfonische Projektorchester der befreundeten Musikschulen Reichenbach, Schurwaldmusikschule und Musikschule Ebersbach/Schlierbach den Auftakt mit berühmten Filmmusikmelodien und dem Jazz-Walzer von Schostakowitsch. Die Leitung hatten der Violinlehrer Martin Neumann und Gerhardt Löffler.

Ein Novum war der Auftritt des Jugendblasorchesters des Musikvereins Ebersbach, man könnte auch sagen: des Gemeinschaftsorchesters mit der Musikschule. Denn, wie Guntram Bumiller vorab dem Publikum erklärte, sind von nun an der Musikverein und die Musikschule ein Team. Die Einzelausbildung findet bei Lehrern der Musikschule statt und das gemeinsame Spiel in den Orchestern des Vereins.

Besondere Publikumslieblinge waren das Tango-Ensemble unter der Leitung von Thomas Bauer, das sehr ausgefeilt und nuancenreich mit dem Tango „Fracanapa“ von Astor Piazzolla nach Südamerika entführte, und „Bomasacha Breakdown“, das Percussionensemble der Schule. Mit der Eigenkomposition „Barrels“ ließ es das große und kleine Publikum staunen, dass es sich auch auf ganz normalen Plastik-Fässern trommeln lässt.

Mit tosendem Beifall belohnt wurde die junge Pianistin Sophie Schneeweis für den Vortrag von Ernst Tochs Virtuosen-Stück „Der Jongleur“. Auch Ensembola, ein eingespieltes Ensemble, das seit langer Zeit an der Musikschule existiert, verzauberte mit Winnetou-Melodien und ihrem gut zusammengewachsenen Klangkörper die Zuhörer.

Nach dem Dank des Musikschulleiters an Eltern und Kinder sorgten die Gitarreros dann für einen fulminanten Abschluss mit ihrem Bee-Gees-Medley, bei dem die Gäste im Saal mitwippten und in ihren Jugenderinnerungen schwelgen konnten.

Für alle Akteure gab es am Ende lang anhaltenden, herzlichen Beifall.