Wirtschaft Umfrage: Bürger wollen Münzgeld behalten

Kaum einer will auf Münzgeld verzichten.
Kaum einer will auf Münzgeld verzichten. © Foto: Schuler
Göppingen / SWP 15.06.2018
Die Bürger im deutschsprachigen Raum wollen nicht auf Münzgeld verzichten, ergab eine Umfrage im Auftrag von Schuler.

89 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in den vergangenen 48 Stunden Münzen als Zahlungsmittel verwendet: Das ist ein Ergebnis einer Umfrage mit mehr als fünfhundert Teilnehmern, die der Pressen-Hersteller Schuler in Auftrag gegeben hat. Der Anteil ist laut der Pressemitteilung des Göppinger Unternehmens dabei in allen drei Ländern gleich hoch, bei den 18- bis 39-Jährigen liegt er sogar leicht darüber (90 Prozent).

86 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass es Münzen gibt, sogar 89 Prozent sind es in der Schweiz. 88 Prozent gibt Bargeld ein „gutes Gefühl“, und sieben von zehn Teilnehmern an der Umfrage (71 Prozent) vermitteln Münzen beim Bezahlen Sicherheit. Dazu passt, so das Unternehmen weiter, dass nur jeder Siebte (14 Prozent) die Sicherheitsmerkmale dabei auch tatsächlich überprüft – Angst vor Falschgeld spielt keine Rolle.

Neuentwicklungen wie die Fünf-Euro-Sammlermünze mit Polymerring, die mit Schuler-Technologie geprägt wird, bieten verschiedene Möglichkeiten zur Integration zusätzlicher leicht identifizierbarer Sicherheitsmerkmale, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Vor wenigen Wochen erschien die dritte Ausgabe („Subtropische Zone“), in den folgenden beiden Jahren sind nach Angaben des Unternehmens zwei weitere geplant. Derartige Tri-Material- Münzen stellten eine Innovation dar, wie sie knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) beim aktuell im Umlauf befindlichen Hartgeld vermissten. Immerhin zwei Drittel (66 Prozent) bezeichnen es dennoch als attraktiv.

Schuler ist nach eigenen Angaben der führende Anbieter von Anlagen zur Münzherstellung, bei fast jeder Währung weltweit komme im Herstellungsprozess eine Anlage aus dem Konzern zum Einsatz. Die Ergebnisse der Umfrage habe das Marktforschungs-Unternehmen Conversio auf der Grundlage von fünf- bis siebenminütigen Telefon-Interviews im Dezember 2017 und Januar 2018 ermittelt.