Göppingen Modehaus will weiter wachsen

Das Eckgebäude und das Haus links davon werden durch einen Neubau ersetzt: Der Eingang zum Modehaus Finck wird dann an die Ecke Marktstraße/Kirchstraße verlegt.
Das Eckgebäude und das Haus links davon werden durch einen Neubau ersetzt: Der Eingang zum Modehaus Finck wird dann an die Ecke Marktstraße/Kirchstraße verlegt. © Foto: Staufenpress
Göppingen / SWP 22.06.2018
Modehaus Finck in Göppingen will Verkaufsfläche durch Neubauten erweitern.

Das Modehaus Finck in der oberen Marktstraße in Göppingen plant, seine Verkaufsfläche von derzeit 1000 Quadratmeter um 500 Quadratmeter zu erweitern. Die Eigentümer der Gebäude Marktstraße 19 und Kirchstraße 7 haben sich dazu zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengefunden, um den Straßenzug zwischen Kirch- und Pfarrstraße zu einem Wohn- und Einzelhandelskomplex zu entwickeln. Modehaus-Finck-Inhaber Georg Rettenmayr spricht in einer Pressemitteilung des Unternehmens von einer „Aufbruchstimmung in der Neuen Mitte“.

Ausgangspunkt für die Investitionen sei ein altbekanntes Göppinger Problem: „Die nach dem Stadtbrand entstandenen Häuser sind so kleinteilig und in den Grundrissen so wenig zeitgemäß, dass zum einen deren Wirtschaftlichkeit in Frage steht und zum anderen kaum attraktive Einzelhandelsflächen geschaffen werden können“, betont Rettenmayr. Aus diesem Grund sei die Bauherrengemeinschaft entstanden. „Durch den geplanten Neubau können wir in einer 1a-Lage unsere Einzelhandelsfläche um die Hälfte erweitern und schaffen zudem rund 600 Quadratmeter neuen attraktiven innerstädtischen Wohnraum,“ erläutert der Finck-Chef und Eigentümer der Marktstraße 19 die Pläne. „Mit dem Bau der Neuen Mitte hat eine positive Entwicklung begonnen. Für uns als Anlieger der oberen Marktstraße haben sich dadurch die Erreichbarkeit, die Parkmöglichkeiten, aber auch die Aufenthaltsqualität verbessert. Jetzt haben wir die Möglichkeit, noch näher an den Marktplatz heranzurücken,“ erklärt Rettenmayr, der damit auch ein klares Bekenntnis zum Einzelhandelsstandort Göppingen abgeben will.

 „Gerade, wenn man sich die Entwicklung in einigen Nachbarstädten anschaut, in denen der innerstädtische Einzelhandel dramatisch schrumpft, muss man die Entwicklung in Göppingen positiv sehen,“ meint Rettenmayr. Dabei sieht er in den geplanten Einkaufszentren (Aüpostelhöfe und Bleichstraße) ein weiteres belebendes Element: „Die Zentren werden sicher zu einer Erhöhung der Besucherfrequenz der Innenstadt beitragen und das ist für alle Einzelhändler gut.“

 Mit dem Neubau der beiden Gebäude wird architektonisch der für Göppingen so typische „Bauwich“, die Baufuge zwischen den Gebäuden berücksichtigt, insgesamt entsteht jedoch im Inneren über zwei Stockwerke eine zusammenhängende Fläche für das Modehaus, die sich dann von der Kirchstraße bis zur Pfarrstraße erstreckt. Der Abriss der bestehenden Gebäude ist für Herbst geplant. „Wir rechnen mit einer Fertigstellung zum Weihnachtsgeschäft 2019“ sagt Rettenmayr.  

Ende vergangenen Jahres ist der Sohn Patrick Rettenmayr in das Unternehmen mit 115-jähriger Geschichte eingestiegen. Von daher sind die geplanten Bauarbeiten für den Seniorchef auch eine Investition in die Zukunft.

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