Gesundheit Mit Prophylaxe viel Leid verhindern

Die Bauchschlagader konnten die Teilnehmer im Göppinger Rathaus- Foyer kostenlos untersuchen lassen. 
Die Bauchschlagader konnten die Teilnehmer im Göppinger Rathaus- Foyer kostenlos untersuchen lassen.  © Foto: staufenpress
Kreis Göppingen  / Annerose Fischer-Bucher 11.06.2018

Da die Bauchschlagader-Erkrankung mit ihrer Erweiterung im Verborgenen ablaufe, sei sie so heimtückisch und gefährlich, sagte Chefarzt Dr. Peter Richter vom zertifizierten Gefäßzentrum der Alb-Fils-Kliniken (AFK) am Samstag beim Vorsorgetag im Göppinger Rathaus. Mehr als 500 Besucher waren zum Aktionstag gekommen, der in Kooperation von AFK, AOK, Kreisärzteschaft und  Diabetiker-Bezirksverband Göppingen veranstaltet wurde.

 Die „Rathaus-Praxis“ musste wegen Überfüllung  schon um 13 Uhr geschlossen werden, das Team arbeitete jedoch beim Screening noch bis 16 Uhr weiter. Da ein zweites Gerät überraschend aus technischen Gründen ausgefallen war, mussten einige Interessierte abgewiesen werden. Weitere kostenlose Termine würden am 6. Oktober und am 17. November in der Göppinger Stadthalle angeboten, versprach Kewal Lekha vom Diabetiker-Bezirksverband.

 Peter Richter zeigte am Beispiel einer bekannten Krankengeschichte aus den 50er Jahren die Fortschritte der Medizin bis heute auf. Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann war damals an einer gerissenen Bauchschlagader gestorben, die heute therapierbar wäre und wogegen man Vorsorge treffen kann. Wie das genau vor sich geht, konnten die Besucher in einer Animation sehen, die zeigte, wie heute eine innere Schienung gemacht wird.

In verschiedenen Grußworten betonten Redner die Notwendigkeit einer Vorsorge und die gute Zusammenarbeit in der Region. „Entscheidend ist, dass das Screening Wirkung zeigt“, so Johannes Bauernfeind von der AOK Neckar-Fils. Dr. Frank Genske von der Kreisärzteschaft wies darauf hin, dass die Vorsorge von den Kassen ab diesem Jahr zunächst für Männer ab 65 übernommen werde, weil diese ein höheres Risiko hätten als Frauen.

 Nach dem Grußwort der Kreisrätin Claudia Schürmann, die vorproklamierte, dass Vorsorge eine  Selbstverständlichkeit sein müsse, dankte Wolfgang Schmid, Geschäftsführer der Alb-Fils-Kliniken, den Gesundheitsdienstleistern für ihren ehrenamtlichen Einsatz: „Mit Prophylaxe kann man viel Leid verhindern.“

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