Verschmutzung Mit Plakaten gegen Taubenplage

Die Stadt Göppingen fordert die Bürger auf, Tauben – wie hier am Busbahnhof – nicht zu füttern.
Die Stadt Göppingen fordert die Bürger auf, Tauben – wie hier am Busbahnhof – nicht zu füttern. © Foto: Staufenpress
Göppingen / SWP 02.08.2018
Die Stadt Göppingen appelliert an die Bevölkerung, keine Tauben zu füttern. Mit einer Plakataktion wird an besonders belasteten Standorten auf die Problematik des Fütterns hingewiesen.

Die Tauben vermehren sich explosionsartig aufgrund des Nahrungsüberangebotes und verkoten die Innenstadt, auch Ratten werden durch Futter verstärkt angelockt“, begründet Oberbürgermeister Guido Till in einer Pressemitteilung die Plakataktion. Wer trotzdem Tauben füttere, dem drohe ein Bußgeld.

Taubenfüttern mag gut gemeint sein, doch dadurch vermehren sich die Vögel unkontrolliert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Beschwerden über den Störfaktor Tauben gab es aus der Vergangenheit bis zum heutigen Tage“, erläutert Oberbürgermeister Till, „und Aufklärung über die falsch verstandene Tierliebe ist ein wesentlicher Schritt, um die Taubenpopulation zu beschränken und unsere Stadt sauberer zu halten“. Denn die Vögel seien überall dort vorhanden, wo in Stadtgebieten verwinkelte Gebäudeecken als Nistmöglichkeit und vor allem gesicherte Nahrungsquellen über menschliche Nahrungsreste vorzufinden sind – an Imbissbuden, Straßencafés und allgemein in Fußgängerzonen. Vereinzelt werde hier trotz Fütterungsverbot gezielt gefüttert.

In Göppingen, so der OB, ist primär die Innenstadt um das Gebiet Marktstraße, die Hauptstraße mit angrenzenden Stadtplätzen, die Bleichstraße und das Bahnhofs- und ZOB-Umfeld betroffen. Je mehr Nahrung die Tauben von den Menschen bekommen, desto unkontrollierter vermehren sich die Vögel und verschmutzen die Innenstädte, heißt es in der Mitteilung.  Rund zwölf Kilogramm Mist produziere eine Taube pro Jahr. Die Vögel seien sehr gut in der Lage, sich schnell an veränderte Lebensbedingungen anzupassen und nähmen gerne zusätzliche Nahrungsangebote an. Unter optimalen Bedingungen könne ein Taubenpaar bis zu zehn Junge im Jahr zeugen. Um dies zu reduzieren muss man, nach Ansicht der Stadtverwaltung, den Vögeln die üppigen Nahrungsangebote entziehen. Dann seien sie gezwungen, mehr Zeit in die natürliche Suche nach Futter zu investieren – und hätten weniger Zeit zum Brüten. In Parkanlagen oder stark baumbestandenen Grünzonen hielten sich Tauben in der Regel nicht auf, da sie dort Fressfeinde vermuteten und vor allem das Futterangebot auf Normalmaß reduziert sei.

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