Schlat / Carolin Mauritz

Die müssen schon was schaffen. Nur ein müder Husky ist ein glücklicher Husky“, meint Simone Kaiser. Immer wieder ist von der sogenannten Musherin ein kräftiges „Go ahead“ zu hören. Yari, Zoe, Nanouk, Mavi und Yas ziehen die Teilnehmer des Husky-Trekkings im Schlater Wald bergauf. „Hier gehen wir haw“, ruft Kaiser. Ihre Huskys laufen nach links, die Wanderer folgen. „Huskys sind Arbeitstiere und Jagdhunde“, erklärt Kaiser. „Sie unterscheiden sich vom normalen Familienhund.“ Die Tiere laufen am Tag zwischen 70 und 100 Kilometer, ziehen das sechs- bis neunfache ihres eigenen Körpergewichts. „Normale Kommandos brauche ich nicht. Bei mir geht es um Richtungs- und Geschwindigkeitskommandos“, sagt die Musherin. So wird eine ausgebildete Hundeschlitten-Führerin genannt. Ihre Hunde müssen nicht „Sitz“ und „Platz“ können.

Eine Husky-Tour über die Schwäbische Alb? In Bartholomä ist das bei Simone Kaiser möglich.

Nanouk läuft neben dem Weg durch eine tiefe Pfütze. „Reifen kühlen“ nennt Simone Kaiser das. Während der Saison, ab Herbst bis ins Frühjahr, ist sie mit dem Hundeschlitten unterwegs. Schnee braucht sie dazu nicht unbedingt. Liegt keiner, rauscht sie mit dem Wagen durch den heimatlichen Bartholomäer Wald. „Wir trainieren bis maximal 14 Grad“, erklärt Kaiser. Das sei bei der Belastung die absolute Grenze für die Tiere. Wer die ungewöhnlichen Tiere einmal näher kennen lernen will, kann mit ihnen Wandern gehen.

Lesen Sie in der NWZ-Ausgabe vom Samstag mehr über das Husky-Trekking im Schlater Wald.