Der Jubel des kaufmännichen Leiters Daniel Zimmermann und des Chefs der Mink-Akademie Christian Ott war groß, als Moderator Oliver Welke am Montagabend im Berliner Congress Center die Katze aus dem Sack ließ: Mink Bürsten ist der Gewinner des ersten bundesweiten Bildungspreises der IHK in der Kategorie 50 bis 500 Mitarbeiter. Und mit den beiden Repräsentanten des Unternehmens freuten sich die 350 Mitarbeiter in Jebenhausen. Firmenchef Peter Zimmermann war begeistert. "Das ist wirklich toll, dass unser Unternehmen diesen Preis gewonnen hat." Der geschäftsführende Gesellschafter sieht darin ein großes Lob für die Anstrengungen von Mink Bürsten in Sachen Bildung und Weiterbildung. "Damit werden unsere Bemühungen auch in der Öffentlichkeit anerkannt."

Auch die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, die an der Preisverleihung teilgenommen hatte, gratulierte. "Das Bildungskonzept der Mink KG hat nicht nur die 300-köpfige Fachjury überzeugt, sondern auch mich." Besonders anerkennenswert fand sie, dass das Preisgeld von 6000 Euro an die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung und ihren Waldeckhof in Jebenhausen geht. "Damit setzt die Mink KG ein Zeichen, dass auch Menschen, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, unterstützt werden. "Glückwunsch für diesen doppelten Gewinn."

150 Unternehmen haben sich beworben

Die "Unternehmenskultur des Mitdenkens" und das Engagement in der beruflichen Bildung hatte im Rennen um die Auszeichnung der Industrie- und Handelskammern (IHKs) und der Otto-Wolff-Stiftung den Ausschlag gegeben. Beworben hatten sich mehr als 150 Unternehmen; 15 waren in die Endrunde gelangt. Nachdem Mink Bürsten bereits im vergangenen Jahr den "Innovationspreis Weiterbildung" der Region Stuttgart gewonnen hatte, behauptete sich das Unternehmen nun auch in Berlin.

"Gemeinsam besser werden" lautet denn auch das aktuelle Motto der Mink Akademie, die vor acht Jahren gegründet wurde. Im Zentrum steht eine besondere Unternehmenskultur. Nur durch die Einbindung des Wissens aller Mitarbeiter sei der Produktions- und Entwicklungsstandort Deutschland langfristig profitabel, ist Firmenchef Peter Zimmermann überzeugt. Mink Bürsten hat Bildungskonzepte entwickelt, die fachliche Inhalte mit diesem Ansatz verbinden. Ein Ziel sei es, Verbesserungsvorschläge zu finden, berichtet der Firmenchef.

Im Anschluss an die Seminare unterstützten die Trainer die Umsetzung der Ideen und sicherten den Wissenstransfer in den Arbeitsalltag, heißt es in der Begründung der Jury. Geboten werden jährlich knapp 50 halb- oder ganztägige Seminare. "Mit diesem Konzept konnte seit 2007 sowohl die Motivation der Mitarbeiter als auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens deutlich verbessert werden", so die Jury. Die konkreten Auswirkungen sind durchaus erfreulich: "Bemerkbar macht sich dies in Form eines niedrigen Krankenstandes, einer geringen Fluktuation, einer sinkenden Reklamationsrate sowie einer steigenden Produktivität."