Ministerium legt weitere Starterschulen fest

SWP 16.03.2012

Süßen - DasKultusministerium hat die Johann-Georg-Fischer-Schule in Süßen nun als eine von sechs zusätzlichen Starterschulen benannt. Damit werden im Kreis Göppingen im kommenden Jahr sowohl in Bad-Boll als auch in Süßen Gemeinschaftsschulen eingerichtet. Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) wertet das Interesse als Zustimmung zu dem neuen Konzept: "An vielen Schulen im Land herrscht Aufbruchsstimmung, um beim Start der neuen Schulart dabei zu sein. Die moderne Pädagogik der Gemeinschaftsschule ist so überzeugend, dass sich die Lehrer sowie die Eltern auf den Start der Gemeinschaftsschule sehr freuen." Wie viele Schulen insgesamt starten würden, stehe aber erst nach der Änderung des Schulgesetzes fest, da die Schulträger erst dann tatsächlich einen Antrag stellen können. Die Ministerin verweist darauf, dass die Unterstützung für die Gemeinschaftsschule in der Gesellschaft seit der Vorstellung der ersten 34 Starterschulen im Januar deutlich gewachsen sei.

Dagegen üben die beiden CDU-Abgeordneten aus dem Landkreis Göppingen, Dietrich Birk und Nicole Razavi, deutliche Kritik am Kultusministerium. Die Oppositionspolitiker fordern das Ministerium auf, die Kommunen im Kreis Göppingen nicht länger im Regen stehen zu lassen. "Die Verunsicherung und Unzufriedenheit im Kreis Göppingen ist sehr groß", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Schulentwicklung sei in der Schwebe und verunsichere Eltern, Lehrer und Gemeinderäte. "Es gibt viele Fragen, jedoch nur wenige und häufig pauschale Antworten des Kultusministeriums." Die Kritik der Christdemokraten entzündet sich daran, dass die Kommunen für die Starterschulen die notwendigen Schulräume zur Verfügung stellen müssten. Die angekündigte Überarbeitung der Schulhausbauförderung komme aber nicht voran. Die Städte und Kommunen wüssten nicht, worauf sie sich einstellen müssen. Das finden Birk und Razavi inakzeptabel.