In der Gastronomie und Hotellerie wirft die richtige Anwendung des neuen Mindestlohngesetzes zunehmend Fragen auf. Durch die angekündigten Kontrollen und die Gefahr von hohen Bußgeldern sind die Unternehmen verunsichert. Eine aktuelle IHK-Info-Veranstaltung in Göppingen will jetzt gemeinsam mit dem Dehoga Baden-Württemberg Antworten auf Fragen aus der Praxis geben. Damit startet die IHK eine branchenspezifische Veranstaltungsreihe rund um den Mindestlohn.

In der Gastronomie und Hotellerie sind besonders viele Betriebe von den neuen Dokumentationspflichten und dem damit verbundenen Regelungsaufwand betroffen. Dies gilt besonders im Zusammenhang mit den Minijobs. "Dazu kommen viele rechtliche Unsicherheiten bei der Berechnung, zum Beispiel für Weihnachtsgeld oder Sachzulagen", berichtet der stellvertretende IHK-Geschäftsführer Gernot Imgart. Gerade bei Veranstaltungen und Events werden in der Gastronomie oftmals Aushilfskräfte einge-setzt. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern zusätzlich Kost und Logis an und sind jetzt verunsichert, ob dies zum Mindestlohn gerechnet werden darf. Besonders viele Fragen wirft in der Praxis die sogenannte Nachunternehmerhaftung auf. Danach sollen dieGastronomen für den Mindestlohn auch ihrer Lieferanten haften, wenn sie Aufträge nach außen geben. Zum Auftakt wird Joachim Schönborn vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Dienstag, 14. April, unter dem Titel "Gastronomie und Mindestlohn - Auswirkungen auf die Praxis" informieren. Der Vortrag ist kostenlos und findet in der IHK-Bezirkskammer Göppingen, Franklinstraße 4, von 14 bis 17 Uhr statt. Eine telefonische Anmeldung ist bei Daniela Nitra unter

Telefon: (07161) 6715-8430 möglich. Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es auch im Internet unter www.stuttgart.ihk.de.