Retter MHD-Fahrradstaffel: Retter auf zwei Rädern

In unwegsamem Gelände ist Fahrradstaffel des Malteser Hilfsdienstes Göppingen unentbehrlich. Die Notfallhelfer werden mit Funkgeräten ausgestattet.
In unwegsamem Gelände ist Fahrradstaffel des Malteser Hilfsdienstes Göppingen unentbehrlich. Die Notfallhelfer werden mit Funkgeräten ausgestattet. © Foto: Margit Haas
MARGIT HAAS 25.03.2013
Als einzige Hilfsorganisation im Landkreis unterhält der Malteser Hilfsdienst eine Fahrradstaffel. Damit sie noch schneller helfen kann, werden die Rettungsassistenten mit Funkgeräten ausgerüstet.

Einsätze in unwegsamen Gelände, Rad- und Laufveranstaltungen im Gelände - seit 2005 sind bei solchen Einsätzen regelmäßig die Rettungsassistenten und Notfallhelfer der Fahrradstaffel des Malteser Hilfsdienstes Göppingen mit dabei. Sie sind immer dann gefragt, wenn Rettungsfahrzeuge nicht durchkommen und wenn es um schnelle Hilfe vor Ort geht. Das kann der Barbarossa-Berglauf ebenso sein wie das Forstliche Mountainbike-Rennen in Schlat. Besonders häufig kommt es dabei zu Herz-Kreislauf-Beschwerden, bei denen der Faktor Zeit gerade eine besonders wichtige Rolle spielt.

Dank der Fahrradstaffel können Einsätze mit deutlich weniger Einsatzkräften in einem deutlich größeren Gebiet abgedeckt werden. Der "Rettungsdienst auf zwei Rädern", sagt Edmund Baur, Vizepräsident der Malteser Deutschland und Kreisbeauftragter von Göppingen, bestehe "als mobile Einheit ausschließlich aus fitten jungen Menschen, die nicht nur als Rettungskräfte gut ausgebildet sind, sondern die auch regelmäßig trainieren". Denn Fahrrad und Ausrüstung sind schwer und immer sind lange und oft auch anstrengende Strecken zu bewältigen.

Sanitätsdienst beim Barbarossa-Berglauf

Entstanden war die Idee bei Schulsanitätern, die der MHD regelmäßig ausbildet. Sie bilden heute die Fahrradstaffel, sind im Alter von 18 bis 25 Jahren und jetzt bereits damit beschäftigt, den Barbarossa-Berglauf im Mai vorzubereiten. "Wir machen uns mit der Strecke vertraut, die wir gut kennen müssen", sagt Alexander Baur, der Leiter der Fahrradstaffel. Der 33-Jährige entscheidet dann, wie und wo die acht Angehörigen der schnellen Truppe innerhalb der Laufstrecke zum Einsatz kommen, wo sie die Läufer begleiten.

Was bislang zur optimalen Ausstattung der Gruppe fehlte, waren Funkgeräte. Die sind aber für eine schnelle Versorgung von Patienten unerlässlich. Denn nicht überall im Gelände gibt es Empfang für das mobile Telefon. "Außerdem müssten wir zum Telefonieren anhalten." Mit einem Funkgerät können die Rettungsassistenten während der Fahrt miteinander in Kontakt treten und weitere Unterstützung anfordern. Die Erfahrung sei, "dass die Kommunikation mit technisch guten und modernen Funkgeräten oftmals entscheidend für den Erfolg eines Einsatzes ist", betont Alexander Baur, der darauf hinweist, dass der MHD Göppingen "der einzige MHD in Baden-Württemberg und auch der einzige Hilfsdienst im Landkreis Göppingen mit einer Fahrradstaffel ist". Die NWZ-Aktion "Gute Tagen unterstützt den Kauf von zehn Handsprechfunkgeräten mit dem entsprechenden Zubehör mit 6800 Euro. "Das ist eine große Erleichterung für uns", freut sich Baur. "Dank dieser Spende können wir unsere Ausrüstung optimieren."

Weitere Infos: www.malteser-goeppingen.de