Bünzwangen / Tobias Flegel Es waren dicke Bretter, die Turnverein und Stadt für die Halle bohrten: Zwölf Jahre dauerte es bis zum Baubeschluss.

Nach der Entscheidung im Gemeinderat von Ebersbach knallten beim Turnverein von Bünzwangen (TVB) die Sektkorken. „Wir haben darauf angestoßen“, berichtet Schriftführer Alfons Huber. Anlass der kleinen Feier war ein Votum, das der Verein schon lange herbeigesehnt hatte: Nach Jahren des Hin- und Hers sowie der Grabenkämpfe in Gemeinde- und Ortschaftsrat hat am 19. März eine Mehrheit des Gremiums von Ebersbach den Bau einer Mehrzweckhalle im Teilort Bünzwangen beschlossen.

Als es zum Schwur kam, stellten sich drei Viertel des Gemeinderats hinter das Vorhaben, ein weiteres Viertel stimmte dagegen oder enthielt sich. „Die Gegenstimmen zeigen, dass nicht alle Vorbehalte ausgeräumt werden konnten“, sagt Bürgermeister Eberhard Keller auf Nachfrage.

Ein Viertel stimmt dagegen

„Das ist absolut nicht die richtige Entscheidung, die da getroffen wurde“, sagt beispielsweise Brigitte Kreisinger. Diese Meinung spiegele ihre Einschätzung wider und nicht die der CDU-Fraktion, betont die Vorsitzende der Christdemokraten im Gemeinderat. Kreisinger bleibt bei ihrer Auffassung, dass eine multifunktionale Halle auf dem Raichberg die bessere Lösung wäre. Die Argumentation der CDU-Stadträtin teilt eine weitere Stadträtin – allerdings aus dem Lager der SPD. „Ich bin Befürworterin einer ganzheitlichen Vorgehensweise für Ebersbach – beispielsweise auf dem Raichberg“, sagt Sonja Hollandt. Einwohnern aus Bünzwangen wäre der Weg dorthin zuzumuten gewesen.

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