Die Fakultät Mechatronik soll den Göppinger Hochschulstandort verlassen und in Esslingen neu angesiedelt werden. Für die Studenten, die derzeit noch Vorlesungen in Göppingen besuchen, könnte es also 2021 schon brenzlig werden. Womöglich müssen sie umziehen, das aufgebaute Umfeld verlassen, oder einfach früher aufstehen – für manche also vielleicht eine Art Alptraum.

„Esslingen ist näher an Stuttgart“

Jan Pfister aus Albershausen, kann das recht entspannt sehen. Ihn betrifft es zum Glück nicht mehr, denn der 22-jährige Mechatronik-Student befindet sich im sechsten und somit letzten Semester. „Wäre ich dann noch hier, fände ich es aber gar nicht gut.“

Student Jan Pfister aus Albershausen.
Student Jan Pfister aus Albershausen.
© Foto: Leonie Henes


Anders aber sieht es der Stuttgarter Jan Kieß, der zum Mechatronik-Studium extra nach Göppingen gezogen ist: „Ich finde das cool und das hat viele Gründe. Esslingen ist viel näher an Stuttgart, das eröffnet viel mehr Möglichkeiten.“ Das Zugfahren ziehe sich oft lange hin, und nach dem möglichen Umzug sei man auch näher an Attraktionen wie dem Esslinger oder Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Göppingen bietet laut dem 20-jährigen Jan Kieß nicht so viele Ausgehmöglichkeiten. Er würde dann auch nach Esslingen umziehen, er freut sich sogar schon ein wenig darauf.

Familiärer Umgang in Göppingen

Was problematisch werden könnte: Die Hochschule in Göppingen sei nett und familiär, in Esslingen könnte es deutlich unpersönlicher werden. „Hier kennt man eben seine Leute, dort könnte es kompliziert werden, sich ein neues Umfeld aufzubauen.“ Er gibt ebenfalls zu bedenken, dass das Campus-Café der Hochschule in Göppingen vermutlich geschlossen werden muss. Die Mechatronik-Studenten sammeln innerhalb ihrer Studienzeit „Sozialpunkte“ und das, unter anderem, mit dem Betreiben des Cafés.

Der Stuttgarter Jan Kieß studiert in Göppingen.
Der Stuttgarter Jan Kieß studiert in Göppingen.
© Foto: Leonie Henes

Austausch mit anderen Fakultäten

Dem Wechsel zur Esslinger Hochschule sieht er trotzdem optimistisch entgegen. Dafür erhofft er sich, dass sich möglichst alle gut integrieren können und dass sich vielleicht die Studiengänge ein wenig durchmischen: „Es ist immer toll, sich mit Studenten anderer Fakultäten auszutauschen.“ Wie die Zukunft der Hochschule aussieht, ist noch nicht endgültig geklärt, trotzdem darf man gespannt sein, wie es weitergeht.