Lärm Manzen leidet unter den Tauben

Manzen / Mona Abdel Aal 24.08.2018
Anwohner beklagen sich über das gurrende Federvieh. Die Stadt weiß von dem Manzener Problem nichts.

Kaum ist es fünf Uhr und die ersten Sonnenstrahlen tauchen über dem 2000-Einwohner-Ort Manzen auf, ertönt fast jeden Tag das laute Gurren der Wildtauben, die sich in und um den Göppinger Stadtbezirk niedergelassen haben. So beschreibt es eine Anwohnerin und unterstreicht, dass nicht nur Göppingen unter der Taubenplage leide. „Das ist manchmal wie ein Orchester. Wenn die mal loslegen, dann kann das schon zwei Stunden am Stück so gehen. Hätte ich das gewusst, als ich hier eingezogen bin, wäre ich wahrscheinlich nicht eingezogen“, sagt die Anwohnerin. Seit knapp zwei Jahren habe sich das Problem gravierend verschlimmert. „Am laufenden Band bekommen sie Junge“, erzählt sie weiter. Heute seien die Vögel, die meist in Scharen auftreten, so laut, dass man morgens kaum mehr in Ruhe auf seinem Balkon Kaffee trinken könne.

Da die Fraktion der Linken und der Piraten bei der Stadtverwaltung beantragt hat, nach den Sommerferien im Gemeinderat über das Taubenproblem in Göppingen zu beraten, fordern einige Bewohner Manzens, dass auch ihr identisches Problem dort behandelt wird. Sie erhoffen sich, dass Mittel und Wege gefunden werden, um die Taubenplage so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.

Dieses Problem sei der Stadt Göppingen allerdings noch nicht bekannt. „Uns wurde noch nicht zugetragen, dass es in Manzen ein besonderes Taubenproblem gäbe“, meint Dejan Birk-Mrkaja, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Göppingen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel