Wettbewerb Mannequin-Contest: Drei Minuten still stehen

Für das Video herrscht Stillstand am Einsatzort
Für das Video herrscht Stillstand am Einsatzort © Foto: Saskia Nusser/Marco Graf
Lorch / Evelyn Krix 10.01.2017

Genau drei Minuten lang standen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lorch für ein Video der sogenannten Mannequin-Challenge still. Das war wiederum Teil eines Wettbewerbs der Firma TEE-UU, die Produkte für Feuerwehren, Rettungsdienste, Ärzte und Pflegedienste herstellt. Bei dem Internet-Trend Mannequin-Challenge wird eine Szene als Standbild nachgestellt. Die Teilnehmer müssen in ihrer Bewegung einfrieren, während der Kameramann sich durch die Szene bewegt. 14 solcher Videos wurden im Dezember von Feuerwehren aus Deutschland und Österreich beim Feuerwehr-Mannequin-Contest eingereicht und auf der Facebook-Seite von TEE-UU veröffentlicht.

Der Beitrag mit den meisten Likes sollte den Hauptpreis im Wert von 858 Euro gewinnen: eine Übungspuppe mit Thermo-Pads zum Erkennen mit der Wärmebildkamera und einem Verletzungsmuster-Set. Letzteres beinhaltet Bilderkarten, die mit Klett an Kopf, Rumpf und Extremitäten der Puppe befestigt werden können. Darauf zu sehen sind Verletzungen, die sowohl chirurgische als auch internistische Notfälle darstellen und zwar realistisch scheinen, aber nur nachgebildet worden sind. Zusätzlich gab es für jeden Teilnehmer des Siegervideos ein Rettungsmesser.

Drei Videos der teilnehmenden Feuerwehren sorgten in den letzten Tagen des Wettbewerb für Spannung. Am Entscheidungstag hängte die Freiwillige Feuerwehr Lorch die Österreicher aus Stein im Jauntal und die Hessen aus Heppenheim mit 1421 Likes ab. „Wir haben schon lang so eine Übungspuppe gesucht. Da  haben wir gedacht, wir versuchen es jetzt mal.“, so der Zugführer Christian Dolderer. 25 Feuerwehrleute waren am Siegervideo beteiligt. Vier Stunden lang wurde gedreht und im Schnitt wurden noch mal vier Stunden in den Sieg investiert.

In ihrem Video hatten die Lorcher zwei Dinge, die die anderen nicht hatten: Wärmebilder bei einer nachgestellten Menschenrettung und einen Fenstersprung, für den der Darsteller mit einer versteckten Absturzsicherung am Haus befestigt wurde. Den Sieg nahm man in Lorch ganz bescheiden an. „Wir haben ein kleines Fest im Feuerwehrhaus gemacht. Das war ein kleines Vesper, bei dem wir nochmal zusammen den Film angeschaut haben.“

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