Umzug MAG-Produktion zieht nach Eislingen

Die Produktion des Maschinenbauers MAG zieht nach Eislingen um. Etwa die Hälfe des Areals an der Stuttgarter Straße in Göppingen (Foto) soll laut MAG-Geschäftsführer Heiner Lang vermietet oder verkauft werden.
Die Produktion des Maschinenbauers MAG zieht nach Eislingen um. Etwa die Hälfe des Areals an der Stuttgarter Straße in Göppingen (Foto) soll laut MAG-Geschäftsführer Heiner Lang vermietet oder verkauft werden. © Foto: Staufenpress
Göppingen/Eislingen / MICHAEL SCHORN 23.01.2014
Beim Maschinenbauer MAG zieht die komplette Produktion von Göppingen nach Eislingen um. Etwa die Hälfte des Göppinger Werksgeländes an der Stuttgarter Straße soll verkauft oder vermietet werden.

Der Maschinenbauer MAG mit Sitz in Göppingen baut weiter um. "Wir ziehen Fachabteilungen zusammen", sagt MAG-IAS-Geschäftsführer Dr. Heiner Lang. Dieser Umbau sei bereits seit langem geplant, geschieht unter dem Stichwort: "einheitlicher Betrieb." Die operativen Abteilungen würden am Standort Eislingen gebündelt. "Die Prozesse werden harmonisiert", erklärt der 37-Jährige.

Heißt im Klartext: Produziert wird nur noch am Standort Eislingen, Göppingen verliert die Herstellung von neuen Maschinen. "An beiden Standorten sind zusammen rund 900 Mitarbeiter beschäftigt", sagte der 37-jährige Lang. "Ein Großteil der Mitarbeiter zieht nach Eislingen um." Noch in diesem Jahr soll dieser Prozess abgeschlossen werden. Wie viele Mitarbeiter von dem Umzug betroffen sind, sagte Lang nicht.

In Göppingen will die MAG dagegen die Sparte "Retrofit" ausbauen, also die Modernisierung oder den Ausbau bereits bestehender Maschinen und Anlagen. "Derzeit haben wir in diesem Bereich einen Umsatz von etwa fünf Millionen Euro", sagt Lang. Ziel sei, dass diese Sparte in Zukunft einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet. Neu hinzu komme in Göppingen außerdem die Sparte "Standortmaschinengeschäft". Sprich, die Maschinen für den Breiten- und Flächenmarkt für die Zuliefererindustie in der Automobilbranche werden zwar in Eislingen gebaut, aber in Göppingen veredelt.

Da die komplette Produktion nach Eislingen umzieht, drängt sich die Frage auf, was mit dem großen Firmengelände der MAG an der Stuttgarter Straße in Göppingen, dem ehemaligen Boehringer-Areal, geschieht. "Klar, das Gelände ist dann deutlich zu großzügig", meint der Geschäftsführer der MAG IAS, Heiner Lang. "Einen Teil wollen wir entweder vermieten oder verkaufen", erklärt Lang. Etwa die Hälfte des Werkgeländes sei davon betroffen, meint er.

Im Zuge des Unternehmenumbaus bei der MAG wurde unlängst auch der Geschäftsbereich "Industrial Equipment" an die taiwanesische Fair Friend Group (FFG) verkauft. "Der Verkauf ist mittlerweile komplett abgeschlossen. Die beiden Unternehmen verbindet aber weiterhin ein freundschaftliches und partnerschaftliches Verhältnis", sagt MAG-Geschäftsführer Lang. Die FFG hat sich derzeit auf dem Areal an der Stuttgarter Straße in Göppingen eingemietet. Weitere Planungen würden in Kürze bekanntgegeben, heißt es bei der FFG.

Ob die Stadt Göppingen schon ein Auge auf einen Teil des Areals an der Stuttgarter Straße geworfen hat oder sich um ein Vorkaufsrecht bemüht hat, ist nicht bekannt. Denn auf eine Anfrage reagierte die Stadtverwaltung bis Redaktionschluss nicht. Tatsache ist, dass Göppingen händeringend nach größeren Gewerbeflächen sucht.

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