Göppingen MAG-Konzern baut weiter um

Die Göppinger MAG IAS segelt bald unter neuer Flagge. Sie geht mit der Chemnitzer MAG Modul Verzahntechnik in einer neuen Gesellschaft auf. Foto: Staufenpress
Die Göppinger MAG IAS segelt bald unter neuer Flagge. Sie geht mit der Chemnitzer MAG Modul Verzahntechnik in einer neuen Gesellschaft auf. Foto: Staufenpress
Göppingen / SUSANN SCHÖNFELDER 31.05.2013
Die MAG Europe Gruppe plant, ihr operatives Geschäft in Deutschland in der MAG Europe GmbH zu bündeln. Die Gesellschaften in Göppingen und Chemnitz gehen zusammen, teilt der Konzern mit.

Weitere Umstrukturierung beim Maschinenbauer MAG: Die MAG Europe Gruppe will ihr operatives Geschäft in Deutschland in der Muttergesellschaft MAG Europe GmbH zusammen fassen. Dazu sollen die Göppinger MAG IAS GmbH sowie die in Chemnitz ansässige MAG Modul Verzahntechnik GmbH in der MAG Europe GmbH aufgehen, teilt der Konzern mit. Nach der Verschmelzung soll die neue Gesellschaft in MAG IAS GmbH umbenannt werden. Die neuen Geschäftsführer sind ebenfalls die "alten" Chefs der MAG IAS: Gerald Weber (Vorsitz), Jan Siebert und Sebastian Schöning.

"Die wesentlichen wirtschaftlichen Parameter ändern sich durch die Umstrukturierung nicht, da die betreffenden Unternehmen bereits einer wirtschaftlichen Einheit angehören", heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Auch für Inhaber der Mittelstandsanleihen "MAG Bonds" sollen sich "wirtschaftlich keine Änderungen" ergeben, unterstreicht Firmensprecher Joachim Jäckl. Vielmehr würden die Bonds-Besitzer von mehr Transparenz profitieren, da die neue MAG IAS GmbH nach der Fusion auch die Konzernobergesellschaft der MAG Europe Gruppe sei und das weltweite operative Geschäft des Maschinenbauers verantworte.

Mit der nun geplanten Verschmelzung will die MAG Europe Gruppe ihren seit 2010 laufenden organisatorischen Umbau abschließen. Ziel sei es, Prozesse zu vereinfachen und den administrativen Aufwand zu verringern.

Der Konzern hat aber noch eine weitere Baustelle: Die Gruppe sucht nach wie vor nach einem neuen Investor. Der Verkauf der Göppinger MAG IAS sollte ursprünglich schon Ende des vergangenen Jahres über die Bühne gehen, doch die Verhandlungen mit einem potenziellen Interessenten ziehen sich hin. "Die Bemühungen laufen weiter", sagt Jäckl. Ein Zeitziel und Gründe für die Verzögerung wollte der Konzernsprecher nicht nennen. "Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein", tüftelt das Unternehmen parallel zu den laufenden Verhandlungen an einem eigenen Finanzierungskonzept. Wird der geplante Verkauf denn scheitern? Jäckl winkt ab: "Wir spielen dieses Szenario durch, wie alle anderen Optionen auch. Man muss jetzt nicht die Pferde scheu machen."

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