Nein, der Major habe sich keinen Mercedes gekauft und die Göppinger Bürger sollten wissen, was mit ihrem Spenden-Geld geschieht. Denn ohne die große Spendenbereitschaft der Göppinger Bürger bei der NWZ-Aktion "Gute Taten" wäre es nicht möglich gewesen, die dringend notwendige Sanierung der Sanitäranlagen, der Flure und der beiden kleinen Küchen für die Bewohner durchzuführen, so der Leiter der Heilsarmee Göppingen, Bernd Friedrichs, der zusammen mit seiner Frau Olga seit drei Jahren für das Heim verantwortlich ist.

Um sich bei allen, auch bei den Bewohnern - derzeit sind es etwa 30 Männer - für ihre Geduld im "Staubloch" während des langen Umbaus zu bedanken, veranstalteten sie ein Essen, zu dem die Heimbewohner gerne gekommen waren. Marcel, 23 Jahre alt und seit zwei Jahren im Heim, sagt, er freue sich über das gute Essen, obwohl er sonst meist nur auf seinem Zimmer sei. Lothar, 55 Jahre alt und Bewohner seit 15 Jahren, findet, dass es Zeit gewesen sei, nach über 20 Jahren etwas zu renovieren. Es sei jetzt optisch ansprechbar und die 14.000 der "Guten Taten" gut angelegt worden. Jürgen, 43 Jahre und tagsüber in Arbeit bei einer Firma im Landkreis Göppingen, die Schnelllauftore baut, nimmt die Bewohnerküche jetzt noch lieber in Anspruch.

Nach dem gemeinsamen auf der Gitarre begleiteten Lied "Nun danket alle Gott" und einer kurzen Ansprache des Leiters der Göppinger Heilsarmee Bernd Friedrichs, der auch den Mitarbeitern der Zeitung für die Aktion und damit für die Unterstützung der Sozialarbeit seines Hauses dankte, ließen es sich die Bewohner und Besucher schmecken, was die Mitarbeiter in ihrer Freizeit für sie gekocht hatten.