LOHNENSWERTES IN DER NACHBARSCHAFT

EPD 19.02.2014

Schräge Töne in Gmünd

Schwäbisch Gmünd. Am Samstag, 22., bis Sonntag, 23. Februar, geht es in der Innenstadt durch das 31. Internationale Guggenmusiktreffen hoch her: Rund 20 Guggenkapellen mit über 800 Musikern aus der Schweiz, Liechtenstein und aus Deutschland treffen sich zu diesem Event. Beginn ist am 22. Februar um 12 Uhr mit Umzug und Guggenmusikern. Jahr für Jahr lockt das Spektakel Zehntausende Besucher aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland in die historische Altstadt von Gmünd. Ab 18 Uhr finden auf dem Marktplatz, Johannisplatz und Münsterplatz die Monsterkonzerte statt. Es folgt die Nacht der Nächte mit einem gemütlichen Bummel durch die Lokale der Innenstadt. Am Sonntag bildet dann die Sporthalle in der Katharinenstraße die Arena für die Guggen, denn um 11 Uhr beginnt der Musikfrühschoppen, der erfahrungsgemäß bis in den späten Nachmittag dauert.

Die Besucher des Guggenmusiktreffens können als Jury die Kapelle mit dem besten Sound, dem schönsten Kostüm und den größten Stimmungsmacher wählen.

Narren erobern das Schloss

Ludwigsburg. Das Residenzschloss ist in Gefahr: Am 22. Februar werden die Ludwigsburger Narren versuchen, das frühere Herrschaftsgebäude zu erobern. Stephan Hurst, Leiter der Schlossverwaltung, ruft die Ludwigsburger dazu auf, das Schloss gegen die närrischen Angreifer zu verteidigen. Und die werden voraussichtlich schon um 12.12 Uhr da sein. Um pünktlich da zu sein, wird der Zug der Narrengesellschaften um 11.11 Uhr auf dem Marktplatz starten. Nach der feindlichen Übernahme gibt es im Schlosshof noch eine Weile Guggenmusik, präsentiert von allen teilnehmenden Spielmannszügen.

Zusätzliche Informationen gibt es im Internet unter www.schloesser-und-gaerten.de

Tierwelt im Stauferland

Lorch. Eine gemeinsame Ausstellung des Touristikbüros und der Stauferfalknerei Kloster Lorch sowie dem Carl-Schweizer-Museum in Murrhardt wird bis zum 16. März unter dem Titel "Die Tierwelt im Stauferland - Einst und Jetzt" in der Klosterkirche in Lorch gezeigt. Im Chor gibt die Ausstellung in einem Großdiorama einen Überblick über die bei uns ausgestorbenen Tierarten wieder. Auch über die heute noch bekannten Wildtiere und Vögel gibt es interessante und spannende Erklärungen und Geschichten. Ein regelrechter Zauberwald bildet die landschaftliche Kulisse zu den über 50 Präparaten. Diese stammen aus der Sammlung des Carl-Schweizer-Museums in Murrhardt. Am 2. März findet um 14 Uhr eine Führung statt, bei der es auch um die Veränderung der Lebensräume durch menschliche Eingriffe im Laufe von Jahrhunderten geht. Es werden besondere Exemplare und Beispiele herausgestellt wie der Hirsch oder die ehemaligen Geiervorkommen am Albrand, der Waldrapp ebenso wie Vögel und Tiere, die einst in die Sagen- und Märchenwelt eingingen oder sich in der Heraldik des Mittelalters wiederfinden.

Zu sehen ist die Ausstellung täglich von 10 bis 17 Uhr.

Russischer Märchensalon

Stuttgart. Das Junge Schloss lädt am Sonntag, 23. Februar, um 11 Uhr und um 13.20 Uhr Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahre und ihre Begleiter in seinen Märchensalon ein. "Märchenhaftes Russland. Das Junge Schloss auf Entdeckungstour" heißt auch die derzeitige Mitmachausstellung des Kindermuseums. Märchenhaft und fremd erschien sicherlich auch der jungen Prinzessin Sophie Dorothee aus Württemberg vor mehr als 200 Jahren ihre neue Heimat Russland. So ist es nicht erstaunlich, dass man sich dort mit wundersamen, gruseligen oder lustigen Geschichten die Zeit vertrieb. Wie damals die Gäste Sophies, der späteren Zarin, können es sich die kleinen Zuhörer eine halbe Stunde lang im Teezimmer gemütlich machen. Wer möchte, schlüpft im Anschluss selbst in eine Rolle.

Mehr dazu ist im Internet unter www.junges-schloss.de zu erfahren.

Menschliches im Gottesbild

Neu-Ulm. Von Barlach bis Dix: Zu keiner anderen Zeit setzten sich so viele bedeutende Maler mit Gott und der Bibel auseinander als während des Ersten Weltkriegs. Die Ausstellung "Das Menschliche im Gottesbild" im Edwin-Scharff-Museum zeigt grafische Werke von 31 Künstlern. Der Erste Weltkrieg ließ zum Beispiel Max Beckmann (1884-1950) an Gott zweifeln. Es war vor allem die Ohnmacht vor einem grausamen Krieg, die er seinem Gott zum Vorwurf machte. Der Erste Weltkrieg hat Impressionisten wie Lovis Corinth (1858-1925), Expressionisten wie Franz Marc (1880-1916), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) und Max Pechstein (1881-1955) oder Realisten wie Otto Dix (1891-1969) dazu gebracht, das Religiöse zumindest für eine Zeit lang in den Mittelpunkt ihres Schaffens zu stellen.

Die Ausstellung ist bis 27. April zu sehen. Mehr dazu gibt es im Internet unter www.edwinscharffmuseum.de