Überaus zufrieden blickte der scheidende Ortsvorsitzende der Grünen in Göppingen, Jörg Matthias Fritz, auf seine dreijährige Amtszeit zurück. "Eine Verdoppelung der Sitze bei den Gemeinderatswahlen, erstmals auf dem Landesdurchschnitt bei den Bundestagswahlen und der sensationelle Erfolg bei den Landtagswahlen und eine Verdoppelung der Mitgliederzahlen - wir blicken auf die erfolgreichsten Jahre grüner Geschichte zurück", sagte der Landtagsabgeordnete bei der Mitgliederversammlung der Grünen in Göppingen. Er hinterlasse seinem Nachfolger ein wohlbestelltes Haus. Der Aufschwung der Grünen in Göppingen sei Folge der soliden Politik der Gemeinderatsfraktion und des Ortsverbands der vergangenen Jahre, erklärte Fritz weiter .

"Die Grünen sind ein wichtiger politischer Faktor in der Kreishauptstadt", betonte Fritz. In den Auseinandersetzungen um das geplante Einkaufszentrum, in der Verkehrspolitik, stets hätte sich die realistische Politik der Grünen durchgesetzt. Durch seine Verpflichtungen im Landtag könne er das Amt nicht mehr so ausfüllen, wie er sich dies wünsche. Deswegen gebe er den Stab an einen Nachfolger weiter, bleibe aber dem Ortsvorstand als Beisitzer erhalten. Zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig der 37-jährige Lehrer Tobias Liebig-Cardinale gewählt. Der neue Vorsitzende aus Hohenstaufen dankte den Anwesenden und kündigte die Einrichtung eines Grünen Stammtisches an, um allen Bürgern die Gelegenheit zu geben, die von der Landesregierung gewünschte Bürgerbeteiligung aktiv mitzugestalten.

Über Fortschritte beim Stromnetzerwerb konnte der Fraktionsvorsitzende Christoph Weber berichten. Mit der Energieversorgung Filstal (EVF) stünde ein Unternehmen zum Stromnetzbetrieb bereit, um das andere Städte Göppingen beneideten. Allein sieben Millionen Euro stünden für regenerative Energien bereit. Zu den Aktivitäten von Rechtsextremen im Kreis begrüßte Weber die Aktivitäten der Stadt im Bereich Förderung von Toleranz und Vielfalt, deren Verlängerung die Grünen erfolgreich beantragt hatten. In Göppingens Jugendszene gebe es kein Zentrum rechtsextremer Aktivitäten, weshalb sich unter Vorsitz des Sprechers der Grünen- Jugend (GJ), Alex Maier, ein Bündnis gegen Aufmärsche im Landkreis gebildet habe: "Rechtsextreme auf dem Marktplatz mit Panoramablick auf das Rathaus wollen wir hier nicht haben.", so Christoph Weber.