LEITARTIKEL · "GUTE TATEN": Ein gemeinsamer Erfolg

RÜDIGER GRAMSCH 17.03.2012

Mit dem besten Ergebnis in ihrer 38-jährigen Geschichte geht die NWZ-Aktion "Gute Taten" zu Ende. Erstmals kamen bei dieser Spendenaktion mehr als 200 000 Euro zusammen. Ein stolzes Ergebnis, das nur durch die Spendenbereitschaft der Zeitungsleser möglich wurde.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben unzählige freiwillige Helfer ihre Freizeit für die Aktion geopfert. Sie haben Konzerte organisiert, Theater gespielt, Feste gefeiert und Verkaufsstände bestückt - stets mit dem Ziel, für die "Guten Taten" möglichst viel Geld einzunehmen. Ihr Einsatz hat sich gelohnt: Die Menschen bewiesen mit ihrem Kommen, dass sie dankbar ein solches Angebot annehmen. Außerdem kann sich der Erlös aus diesen Aktivitäten sehen lassen.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis leisteten auch zahlreiche Unternehmen mit ihren Spenden. Sie haben erkannt, was ein finanzieller Beitrag zur Benefizaktion vor Ort bewirken kann. Nicht vergessen werden dürfen auch die Schulen, Gastronomen und Initiativen aller Art, die mit Fantasie, Kreativität und vor allem viel Engagement viele Euro in die Spendenkasse spülten. Außerdem haben über 2000 Privatleute mit einer uneigennützigen Einzelspende der guten Sache geholfen.

Der vielfältige Einsatz für die "Guten Taten" macht deutlich, dass die Aktion ein gemeinsamer Erfolg aller Menschen im Kreis ist. Sie ist ein Zeichen des Zusammenrückens und der Verbundenheit, sie ist ein Zeichen der Solidarität.

Das Engagement des Einzelnen für das Gemeinwohl ist wichtiger denn je, sollen die Löcher im sozialen Netz nicht zu groß werden. Für soziale Anliegen wird in den nächsten Jahren weniger Geld in den öffentlichen Kassen vorhanden sein. Kreis und Kommunen fahren einen harten Sparkurs. Für freiwillige Leistungen bleibt wenig Raum. Umso wichtiger ist es, dass die Leser mit ihren Spenden den Erhalt sozialer Strukturen mit ermöglichen, die ohne die Unterstützung in Gefahr gerieten, oder erst gar nicht entstünden. Die große Bereitschaft, den Trägern der sozialen Angebote und Einrichtungen zu helfen, zeigt deren hohen Stellenwert in unserem Kreis.

Nicht vergessen werden soll, dass die "Guten Taten" wieder Menschen, die unvermittelt in Not geraten sind, Last abgenommen haben. Dass ihre Zahl steigt, hängt mit der sozialen Schieflage in unserem Land zusammen. Den Schwachen eine Lebensgrundlage zu geben, ist eine staatliche Aufgabe. Politiker sind hier gefordert, notwendige Korrekturen vorzunehmen.