Göppingen Lebensfreude in Perfektion

SABINE ACKERMANN 30.03.2013
Überragende Musik gemixt mit fröhlichen Show-Elementen - für das fulminante Konzert "Nippon Symphony" in der Stadthalle Göppingen gab es vom begeisterten Publikum stehende Ovationen.

Was adrett in weiß-schwarz gekleidet mit festlichen Fanfaren, klassisch geprägten Harmonien der gewaltig aufspielenden Blech- und Holzbläser mit "Festive Overture" bezeichnend konzertant begann, verwandelte sich nach und nach zu einem musikalischem Festival der Superlative. So sah es nicht nur der Organisator und Ehrenvorsitzende des Ebersbacher Musikvereins, Peter Leukhardt, auch "Begegnungskenner" Landrat Edgar Wolff ließ sich verzaubern und war dabei ganz Ohr. "Es wurde alles richtig übersetzt, ich habe aufgepasst." Gleichfalls begeistert sowie sichtlich stolz verkündete Bürgermeister Sepp Vogler mit "Wien-Ebersbach-Paris" die prägenden Stationen der Europatournee des japanischen Weltklasse-Jugendorchesters der "Makuhari Sohgoh High-School" aus Chiba, was im übertragenen Sinne "Tausend Blätter" bedeutet.

Mindestens ebenso facettenreich und mit ausgelassener Lebensfreude präsentierten die rund 150 Jugendlichen - von denen keiner älter als 18 Jahre alt ist - ihre Affinität zur Musik, Gesang und Tanz. Trieben die "Pirates of the Caribian" ausschließlich instrumental "ihr Unwesen" oder schrien sich alle Protagonisten bei "Godzilla Eats Las Vegas" in panischer Angst die Seele aus dem Leib, zeigten die Mädchen und Jungen in "Enchanted", einem weiteren Filmmusik-Arrangement, noch ganz andere Stärken. So ist bei "Verwünscht" jeder Musiker fortwährend auf und vor der Bühne mit brillanten farbenprächtigen Showeinlagen, tänzerischen Darbietungen nebst schauspielerischen Einlagen in Bewegung.

Höchste Anforderungen, was Klang, dynamisches Zusammenspiel, Tempowechsel sowie Virtuosität der einzelnen Tonkünstler anbelangt, stellt das Stück "Kompeki no Hatou". Dagegen trugen Alfred Reeds fremdartige Klänge von "Armenian Dances Part I" zur erstaunlichen Vielfältigkeit bei. In "Matsuri-Yagibushi", einem sehr energiegeladenen Volkstanz, der traditionell zu Festtagen aufgeführt wird, bekamen die begeisterten Zuschauer einen sehenswerten Einblick in die japanische Kultur. Immer abwechselnd reichten sich die Dirigenten Hiroshi Sato und Masataka Nakajima den Dirigentenstab weiter, den beide stets leidenschaftlich einzusetzen wussten.

Mit "Ebersbach Dreams" beendeten die knapp 200 Musiker der "Makuhari Sohgoh High-School" und des Ebersbacher Jugendblasorchesters unter der Leitung von Martin Korst das dreistündige, mit vielen Gruß- und Dankesworten und gegenseitigen Geschenken umrahmte Konzert. Der musikalische Streifzug endete perfekt mit "Alte Kameraden". Gleich zweimal brachten sie mit diesem Marsch die Augen des mittlerweile stehenden Publikums zum Strahlen.