Ebersbach an der Fils Kunstspektakel: Ein Dorf rüstet sich

Ausstellungsorte bei der Kunst- und Kulturnacht (hier ein Archivbild) sind Keller, historische Scheuern, geschmückte Hinterhöfe und Ladengeschäfte.
Ausstellungsorte bei der Kunst- und Kulturnacht (hier ein Archivbild) sind Keller, historische Scheuern, geschmückte Hinterhöfe und Ladengeschäfte.
Ebersbach an der Fils / SWP 11.10.2014
Heute lädt Roßwälden, kreativer Ortsteil von Ebersbach an der Fils, zur dritten Kunst- und Kulturnacht ein. Das Dorf rüstet sich für das Kunstspektakel.

. "Wir haben nochmal richtig zugelegt", sagt Rosina Schmidt, die Leiterin des rührigen Organisationsteams der dritten Kunst- und Kulturnacht in Roßwälden. Bei "rokuku die 3te" stellen über 40 Künstler in 24 Locations ihre Arbeiten aus. Ausstellungsräume sind eigens hergerichtete und entstaubte Keller, historische Scheuern, geschmückte Hinterhöfe und zweckentfremdete Ladengeschäfte.

Rund 170 Vorführende sorgen mit ebenfalls mehr als 40 Programmpunkten dafür, dass in der Dorfmitte getanzt, gesungen, gebastelt und gegrooved werden kann. Das Angebot reicht von Barock bis Moderne, von fetzigem Beat bis zu jugendlichen Hardrock-Gruppen. Viele Aktionen laden zum selber Mitmachen ein.

100 Rohlinge hölzerner zwei- und dreidimensionaler Bäume wurden kürzlich auf dem Dorffest verkauft. Von den Erwerbern liebevoll und phantasiereich geschmückt und bearbeitet, zeigen sie am Samstag den Besuchern, wo richtig etwas los ist: Zum Beispiel im Farrenstall mit Aquarellbildern, Installationen und viel Musik, im Rathaus mit Ölbildern, Schmuck und Klöppelarbeiten oder an der Schmiede mit einer Vorführung des Hufbeschlagens. "Immer mehr Leute trauen sich jetzt, mit ihrem Hobby ein Teil von rokuku zu sein", erklärt sich Orgachefin Rosina Schmidt die eindrucksvolle Zunahme der Anmeldungen von Künstlern und Mitwirkenden. Neu dabei sind dieses Mal auch viele Handwerker aus Roßwälden, die zeigen, dass Handwerk eine Kunst ist, und die Bike Park-Aktivisten, die für 16 Uhr dort eine spektakuläre Show vorbereitet haben.

Alle aktiven Teilnehmer kommen aus Roßwälden oder haben zumindest eine Beziehung in das rührige Dorf. Und noch ein Novum: Alle Beteiligten und die mittlerweile über 250 ehrenamtlichen Helfer arbeiten in einen gemeinsamen Topf.

Aus dem soll dann - wenn genügend übrig bleibt - nach der Finanzierung des Bike-Parks aus den 2008er Einnahmen und den Generationen übergreifenden freilufttauglichen Turngeräten aus 2011 ein weiteres Gemeinschaftsprojekt in Roßwälden angestoßen werden.

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