War die vergangene Saison erfolgreich?

WOLFGANG KLEIN: Wenn wir davon ausgehen, dass „Erfolg“ ist, was „er-folgt“ – also eine Folge dessen, was ich tue, so bin ich mit vielen schönen Aufgaben als Sprecher, Realisator und mit meiner Marke „der literarische Animateur“ sehr glücklich und äußerst zufrieden. Als ich die „virtuelle KLEIN-Kunst-Bühne“ gegründet habe, bin ich künstlerisch im „web 2.0“ angekommen. Am 4. September 2015 beim bundesweiten Kreativ-Jackpot hatte ich mit meinen 24 Szenen innerhalb von 24 Stunden auf meiner Facebook-Seite eine Besucher-Zahl, von der reale Kleinkunstbühnen nur träumen können.

Was war Ihr größter Erfolg?

KLEIN: „Größter Erfolg“ – diesen Begriff lehne ich ab, denn er bedeutet, dass ich alles, was ich sonst noch erreicht habe, minimiere. Und das hieße: 44 Berufsjahre als Kultur-Schaffender herabzuwürdigen.

Wie weit sind die Planungen für die nächste Zeit fortgeschritten? Und welches sollen besondere Highlights werden?

KLEIN: Planungs-Sicherheit gibt es in meinem Metier nicht. Ich werde aber weiterhin meiner Linie als „innovativer Wert-Konservativer“ treu bleiben – wenn ich den politischen Begriff auf meine künstlerische Arbeit und meine Persönlichkeit übertragen darf. Der Filmemacher Gerhard Stahl hat mit mir als Sprecher gerade den Pilot-Film zu einem interessanten Projekt fertiggestellt: Die Bibel animiert mit „Egli-Figuren“ und in „leichter Sprache“. so etwas gibt es bislang noch nicht und mit dieser „Innovation“ wären wir beide dann über einen längeren Zeitraum intensiv und konzentriert beschäftigt. Vielleicht finde ich in nächster Zeit ja einen adäquaten Ausstellungs-Raum, um meine „Wort-Spielereien in 3 D“ einem größeren Publikum zu präsentieren.