Göppingen Kubanerin in der Galerie Hohenstaufen

Göppingen / PM 20.05.2016

Die junge Barbara Hernandez stammt aus Kuba, hatte dort einen schwierigen Alltag zu bestreiten: Missbrauch, Prostitution, Armut und Gewalt gehörten dazu. Ihre Stimme half ihr, Kuba verlassen zu können. Mit ihrem damaligen Freund kam sie nach Stuttgart - mit 19 Jahren. Ihr Visum wurde mehrmals verlängert, doch irgendwann durfte sie nicht mehr zurück nach Kuba. Nun ist sie hier - und ihre Familie dort.

Barbara Hernandez sprudelt vor Elan. Aber sie ist auch zerrissen zwischen ihrer Vergangenheit und dem Alltag in Deutschland. Bilder der Frau zeigen Manuela Kinzel und Rüdiger Wolff in der Galerie Stauferland. Die Vernissage der Ausstellung "Niemandsland" ist am 22. Mai und beginnt um 11.30 Uhr in der Pfarrgasse Nummer 5 in Hohenstaufen. Martin Schnabel spielt Geige zur Eröffnung der Ausstellung. Der in Stuttgart geborene Musiker hat sich einen Namen als Spieler des Instruments gemacht.

Einzigartig sei Barbara Hernandez Talent beim Malen, ein Naturtalent. Ihre Bilder wurden schon, mit gerade 20 Jahren, in der Kunsthalle Kornwestheim ausgestellt. Am liebsten malt sie Menschen. Plastisch wirken sie, lebendig. Aber es sind nicht unbedingt fröhliche Menschen, nein, dazu hat die junge Frau zu viel erlebt. Märtyrer malt sie, das Kind eines Heroinabhängigen, ein schlafendes Baby mit einer Schnecke. Menschen, die es nicht einfach haben, die interessieren sie.

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